Lerne ein Handwerk wie Tischler, Maler, Elektriker
➤ Mein Ratschlag wäre aktuell vermutlich: Mach was Vernünftiges, nichts mit Computern! Lerne ein Handwerk wie Tischler, Maler oder Elektriker, dann kannst du zumindest deine Wohnung / dein Haus selbst renovieren und Freunden helfen. Apropos Freunde: Freunde sind wichtig! Pflege den Kontakt! Computer sind was Tolles, aber als Hobby hast Du mehr davon, als wenn du dir dein Hobby dadurch versaust, dass du es zum Beruf machst. (Und ich würde vermutlich nicht auf mich hören und trotzdem Informatik studieren.)
Außerdem würde ich meinem früheren Ich noch raten, das Studium (das er ja trotzdem machen würde) zu genießen, denn so viel Zeit und Freiheit hat man bis zur Rente nicht mehr. Gerne mal ein Semester zwischendurch blaumachen und die Welt anschauen, bevor sie unbewohnbar wird.
➤ Lerne einen Beruf mit einer geringeren Gefahr, durch AI-Agenten ersetzt zu werden. Ich (45 Jahre, gelernter Fachinformatiker mit Studium ein paar Jahre nach Ausbildungsabschluss) mache mir keine Sorgen. Mit 25 Jahren Erfahrung wird man noch gebraucht, um der KI auf die Finger zu schauen. Wenn man unbedingt etwas mit IT machen will, lerne trotzdem Tischler/Elektriker und bringe die IT in den neuen Beruf. :)
➤ Meine Karriere-Tipps:
1) Ein erlebnisreiches, spaßmachendes Privatleben mit Hobbys resultiert in einen gefestigten Charakter auch unter Stress. Ein ausgewogenes Privat- und Sozialleben ist ebenso wichtig wie Fleiß und Durchhaltevermögen. (...) Keiner ist schlechter in der Schule oder Uni, weil er auch Party macht. Und keiner ist gut in der Schule oder Uni, weil er besonders viel lernt.
2) Um gut im Beruf zu sein, zählen deine Softskills. Die kann man nicht lernen, sondern nur erfahren, weil man dafür andere Menschen in verschiedensten Situationen braucht. Suche dir Hobbys, Nebenjobs oder Ehrenämter, dann hast du immer was zu erzählen, und die Erfahrung nimmt dir keiner mehr weg.
3) Du hast immer die Wahl. Du kann immer etwas erstmal ausprobieren.
➤ Lerne zuerst einen Handwerksberuf und studiere dann Informatik bis einschließlich zum Master. So ist "nach außen nachgewiesen", dass Grundlagen und Wissen auf einem hohen Level vorhanden sind. Außerdem kann man immer noch in dem erlernten Handwerksberuf arbeiten, wenn alles schiefgeht. Oder beides miteinander kombinieren.
➤ Mach, was dich am meisten interessiert. Den Beruf, den du jetzt erlernst, wirst du wahrscheinlich nicht dein Leben lang ausführen. Du kannst jederzeit wieder etwas Neues lernen und dich neu orientieren. Hab Spaß, genieße die Zeit. Keiner weiß, was das Morgen bringt.
➤ Chill