Bertelsmann Stiftung: Ehemaliger Vodafone-Manager wird neuer Vorstandsvorsitzender

Der frühere Chef von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter, steht demnächst an der Spitze der Bertelsmann Stiftung. Er tritt zum 1. Januar 2025 die Nachfolge von Ralph Heck an, der zum Jahresende in bestem gegenseitigen Einvernehmen als Vorstandsvorsitzender ausscheidet, wie die Stiftung mitteilt(öffnet im neuen Fenster) . Er war seit 2020 deren Chef und wechselt nun ins Kuratorium.
Mit Hannes Ametsreiter ist ein "erfahrener und renommierter Top-Manager" in das Amt des Vorstandsvorsitzenden berufen worden, hieß es weiter. Der gebürtige Österreicher blickt auf eine über 21-jährige Vorstandserfahrung in verschiedenen Ländern zurück.
Seine berufliche Laufbahn begann Ametsreiter bei Procter & Gamble. Es folgten langjährige Führungspositionen in der Telekommunikationsbranche. Seit 2009 war er Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria Group. 2015 wechselte er dann zur Vodafone-Gruppe und leitete als CEO das Geschäft der Landesgesellschaft in Deutschland mit über 16.000 Mitarbeitern.
Ametsreiter zeigt sich erfreut
Personen, die Ametsreiter gut kennen, sehen die neue Aufgabe laut der Rheinischen Post(öffnet im neuen Fenster) als "fast ideal für ihn" an. Schon bei seiner Zeit bei Vodafone fiel auf, dass der promovierte Wirtschaftswissenschaftler nicht nur ein Auge für interne Kennzahlen hatte, sondern stets auch das große Ganze im Blick behielt.
Dementsprechend erfreut blickt er in die Zukunft: "Ich danke dem Kuratorium der Bertelsmann Stiftung für das in mich gesetzte Vertrauen. Die Herausforderungen in Deutschland, Europa und der Welt werden derzeit leider eher größer statt kleiner [...]" , so Ametsreiter. "Ich freue mich daher sehr, am Ziel der Stiftung nach Kräften mitarbeiten zu können – der Ermöglichung der Teilhabe an einer politisch, wirtschaftlich und kulturell immer komplexeren Gesellschaft."
Globaler Medien- und Dienstleistungskonzern hinter der Stiftung
Die Bertelsmann Stiftung veröffentlicht Analysen und Studien aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ihr Ziel ist es, gesellschaftliche Herausforderungen in Bereichen wie Bildung, Wirtschaft, Gesundheit und Demokratie anzugehen. Mit ihrem breiten Engagement hat die Bertelsmann Stiftung erheblichen Einfluss auf die öffentliche Debatte in Deutschland und Europa.
Die Stiftung beschäftigt rund 330 Mitarbeiter an den Standorten Gütersloh, Berlin und Brüssel und ist neben der Familie Mohn Hauptanteilseigner am Bertelsmann-Konzern mit über 140.000 Mitarbeitern. Gegründet 1835 als Verlagshaus, ist er heute eines der größten Medienunternehmen weltweit. Wichtige Geschäftsbereiche sind die RTL Group (Fernsehen), Penguin Random House (Bücher), BMG (Musik) und Arvato (Dienstleistungen).