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Bernaert raus, Saleh kommt: Atos-CEO schmeißt im Streit um die Strategie hin

Inmitten seiner Finanzkrise wechselt erneut der Chefposten von Atos . CEO Yves Bernaert war erst vor wenigen Monaten ernannt worden.
/ Daniel Ziegener
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Der Posten an der Spitze des französischen Unternehmens bleibt wackelig. (Bild: Stephane Mahe via Reuters)
Der Posten an der Spitze des französischen Unternehmens bleibt wackelig. Bild: Stephane Mahe via Reuters

Atos kommt nicht zur Ruhe: Der bisherige CEO Yves Bernaert habe sich "aufgrund einer Meinungsverschiedenheit über die Unternehmensführung" dazu entschlossen, die Gruppe zu verlassen. Diesen erneuten Führungswechsel gab das Unternehmen am Montag(öffnet im neuen Fenster) bekannt.

Bernaert war erst vor drei Monaten(öffnet im neuen Fenster) zum CEO ernannt worden. Seine Aufgabe sollte darin bestehen, die Trennung von Atos und dem neu firmierten Unternehmen Eviden abzuschließen. Anschließend hätte er die Leitung der Entwicklung der neuen Eviden-Gruppe übernehmen sollen.

Der Posten an der Spitze des französischen Unternehmens bleibt unstet. Bernaert designierter Nachfolger Paul Saleh ist bereits der vierte Atos-CEO binnen zwei Jahren(öffnet im neuen Fenster) . Saleh war Finanzvorstand bei Atos und zuvor unter anderem bei Disney, Honeywell und Nextel tätig.

Anfang Januar wurde bekannt, dass Atos und Eviden mit Airbus über einen Verkauf der Security-Sparte verhandelt . Der Flugzeugbauer sei bereit, bis zu 1,8 Milliarden Euro zu bezahlen. Außerdem will Atos auch seine Sparte Tech Foundations verkaufen.

Die französische Zeitung Les Echos(öffnet im neuen Fenster) berichtet derweil von anhaltenden Problemen bei Atos' Versuch, sich finanziell neu aufzustellen. Allein in den nächsten zwölf Monaten fehlten mehr als zwei Milliarden Euro.

Laut Informationen von Les Echos seien momentan weitere Verhandlungen mit der Kretinskys Holding angesetzt, die zuletzt an der Übernahme der Tech Foundations(öffnet im neuen Fenster) interessiert war.

Der Aktienkurs von Atos knickte am Montag um mehr als 16 Prozent ein. Allein seit Jahresbeginn verlor das Unternehmen an der Börse mehr als 40 Prozent an Wert.


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