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Berliner Zeitung & Co.: Hacker attackieren Dumont-Verlag

Die Berliner Zeitung, der Kölner Express und andere Webauftritte der Dumont-Verlagsgruppe sind offenbar von Hackern angegriffen worden. Es gibt Hinweise darauf, dass persönliche Daten und unverschlüsselte Passwörter von Abonnenten sichtbar gewesen sind.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Berliner Zeitung von Dumont
Die Berliner Zeitung von Dumont (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

"503 Service Unavailable": Diese Fehlermeldung bekommen momentan Nutzer angezeigt, die auf eine Webseite von Zeitungen der Kölner Verlagsgruppe Dumont zugreifen wollen. Dazu gehören unter anderem die Berliner Zeitung, der Kölner Express, die Hamburger Morgenpost und die Mitteldeutsche Zeitung. Die Webseiten sind "offenbar Opfer eines Hacker-Angriffs geworden", wie der Verlag mitteilt.

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"Dabei handelt es sich wahrscheinlich um einen Zugriff Dritter auf Serverdaten und zum anderem um die Webauftritte der Portale, die seit der Nacht zu Sonntag nicht mehr erreichbar sind", heißt es bei Dumont weiter. Die betroffenen Systeme seien abgeschaltet worden, um die Konsequenzen des Eingriffs analysieren zu können.

Laut Crumblingwalls.net war in der Nacht zum Sonntag ein Link zum frei zugänglichen Server von Dumont auf Twitter veröffentlicht worden. "So konnte jeder, der diesem Link folgte, den Inhalt des Servers einsehen, da beim verwendeten Webserver Apache das Directory Listing nicht ausgestellt ist." Das wiederum könnte bedeuten, dass schlicht technische Probleme auf Seiten des Verlags, und nicht Hacker, hinter den aktuellen Ausfällen stecken.

Unter anderem seien die Logdateien der Zugriffe von Abonnementkunden sichtbar gewesen, inklusive der "im Klartext abgespeicherten Passwörter, Klarnamen, E-Mail-Adressen, sowie das Zugriffsdatum". Auch rund 250 von Studenten als Scan eingeschickte Studienbescheinigungen neueren Datums seien sichtbar gewesen. Wann die betroffenen Webauftritte wieder online gehen, ist momentan unklar. Der Verlag hat angekündigt, so "schnell wie möglich" über weitere Schritte zu informieren.

Nachtrag vom 10. April 2016, 17:20 Uhr

In einer aktualisierten Mitteilung spricht der Dumont-Verlag weiterhin von Angriffen durch Hacker, räumt aber auch eine eigene "Sicherheitslücke" ausdrücklich ein. Die gespeicherten Passwörter wurden inzwischen vom Verlag "gesperrt und zurückgesetzt". Falls Kunden das gleiche Passwort für mehrere Anwendungen eingesetzt haben, wird - wie immer in solchen Fällen - empfohlen, auch diese Passwörter umgehend zu ändern.



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DY 12. Apr 2016

sie sind nicht mal in der Lage die anvertrauten Daten zu schützen. Obsolet.

SkalliN 11. Apr 2016

Hoffe ich doch. Immerhin ist die Webserver-Konfiguration unter Linux meiner Meinung...

ratzeputz113 11. Apr 2016

Ja, eben doch! Dein gehashtes Passwort ist doch damit für die Authentifikation Dein...

Tuxianer 11. Apr 2016

Für Kleinstunternehmen: leider ja. Diese Verlagsgruppe ist aber kein KMU-Unternehmen...

Tuxianer 11. Apr 2016

BDSG, § 3a: Datenvermeidung und Datensparsamkeit: "Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung...


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