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Geheime Dokumente geleakt: Der "Daten-Super-GAU" aus der Hauptstadt

Die Hackertruppe Rhysida hat 5,8 Terabyte an Verwaltungsdaten aus Berlin geleakt. Das ist nicht nur für Stadt selbst ein Problem.
/ Friedhelm Greis
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Pläne zur Erweiterung des Bundeskanzleramtes finden sich ebenfalls in dem Datenleak. (Bild: Maja Hitij/Getty Images)
Pläne zur Erweiterung des Bundeskanzleramtes finden sich ebenfalls in dem Datenleak. Bild: Maja Hitij/Getty Images
Inhalt
  1. Geheime Dokumente geleakt: Der "Daten-Super-GAU" aus der Hauptstadt
  2. Liste mit schützenswerten Objekten im Kriegsfall

Wie gefährlich ist der Leak von rund 1,44 Millionen Dateien aus der Berliner Verwaltung? Nach einer ersten Analyse der im Darknet geposteten 5,79 Terabyte durch Medien und Sicherheitsexperten finden sich darunter viele vertrauliche Dokumente, die nicht in die Öffentlichkeit gehören. Der Netz- und Sicherheitspolitiker Konstantin von Notz (Grüne) sprach im Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) von einem "echten Daten-Super-GAU", der Außen- und Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter (CDU) auf X(öffnet im neuen Fenster) von einer "Katastrophe noch nicht absehbaren Ausmaßes". Ist diese Einschätzung gerechtfertigt?

Die Daten sind im Darknet leicht auffindbar und lassen sich weiterhin downloaden, wie eine Überprüfung von Golem ergab. Die Hacker spalteten den Datensatz in drei Teile auf und schrieben darunter: "Viel Spaß für die Datenjäger." Auf einen Download verzichteten wir jedoch.

Geheime Daten geleakt

Schon aus der Übersichtsseite geht hervor, dass auch brisante Unterlagen zu finden sind. Zu den geleakten Daten zählen demnach: "vertraulich 11.777, Infrastruktur 8.110, Passwörter 5.941, Gesundheit 2.738, Kontakte 2.287." Enthalten sind zudem 16.389 E-Mails, 11.963 Telefonnummern, 12.076 Personenangaben und 148 IBANs.

Zu den eingestuften Daten gehören demnach Protokolle von Bundesratausschüssen mit Freigabeverkehr und Geheimschutzdaten. Schwachstellenanalysen der Berliner Wasserversorgung sollen ebenfalls enthalten sein. Einem Bericht des Spiegels(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) zufolge finden sich in den Verzeichnissen zudem Dokumente zur Cybersicherheitsstrategie und mehr als 550 Dateien zur Kanzleramtserweiterung, darunter Gutachten, Pläne und Stellungnahmen, etwa des Landeskriminalamts. Unter dem Hashtag #Rhysida posten Nutzer in sozialen Netzwerken Screenshots der gefundenen Verzeichnisse.

Bundesregierung besorgt

Nach Darstellung der IT-Expertin Bianca Kastl(öffnet im neuen Fenster) waren zwischenzeitlich nur 1,4 der 5,8 Terabyte herunterladbar. Kastl warnte im Spiegel vor den Missbrauchsmöglichkeiten der Daten, vor allem mit Blick auf Katastrophenschutz, kritische Infrastruktur und militärische Belange. "Wenn jemand einen Plan erarbeiten will, wie man Berlin und damit auch der Bundesregierung direkt schaden kann, findet er hier mehr als genügend Anhaltspunkte", sagte Kastl.

Auch die Bundesregierung ist besorgt. Der Vorgang sei durch die Menge der erbeuteten Daten "gewichtig", zitierte der Tagesspiegel aus Regierungskreisen(öffnet im neuen Fenster). Es handele sich um einen "echt heftigen Angriff". Rund 8.000 Dateien beträfen die kritische Infrastruktur.


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