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Berliner Stadtreinigung: Smartphones für die Müllabfuhr

Die Berliner Stadtreinigung will den Informationsfluss auf den Müllabfuhrtouren verbessern und schafft dafür 300 Smartphones an. So sollen Störungen bereits während der Tour gemeldet werden können – beispielsweise verschlossene Türen oder falsch befüllte Mülltonnen.
/ Tobias Költzsch
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Berliner Müllmänner bekommen in Zukunft Smartphones für ihre Arbeit. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Berliner Müllmänner bekommen in Zukunft Smartphones für ihre Arbeit. Bild: Sean Gallup/Getty Images

Das 21. Jahrhundert zieht bei der Berliner Stadtreinigung (BSR) ein: Das Müllbeseitigungsunternehmen hat dem Tagesspiegel(öffnet im neuen Fenster) zufolge den Kauf von 300 Smartphones ausgeschrieben. 260 Geräte sollen den Tourenmannschaften zur Verfügung gestellt werden, also den Besatzungen der Müllautos. 40 Geräte dienen als Ersatz.

Störungen sollen schneller gemeldet werden

Mit den Smartphones sollen die Mitarbeiter der Müllabfuhr Störungen schneller als bisher durchgeben. Momentan können während der Tour auftretende Probleme offiziell erst nach dem Abschluss der Tour auf dem Betriebshof gemeldet werden – sofern einer der Mitarbeiter nicht sein privates Mobiltelefon verwendet.

So erreichen Meldungen über zugeparkte Straßen, versperrte Türen oder falsch befüllte und damit nicht abholbereite Tonnen die Zentrale aktuell meist zu spät, um schnell gelöst zu werden. Mitarbeiter des Servicetelefons können beispielsweise Anrufern nicht gleich erklären, warum eine ihrer Tonnen nicht abgeholt wurde.

Mit einem Smartphone sollen Probleme fotografiert und in ein Beschwerdesystem geladen werden können. Auf dieses System hat der Kundendienst Zugriff und kann Anrufern so schneller mögliche Ursachen für Störungen nennen. Eine falsch befüllte Tonne würde aber dennoch erst frühestens bei der nächsten Tour abgeholt werden.

Pro Fahrzeug ein Smartphone

Pro Fahrzeug soll ein Dienst-Smartphone eingesetzt werden – es bekommt also nicht jeder Müllfahrer ein Gerät. Der Fuhrpark der BSR ist mit 2.000 Fahrzeugen zwar deutlich größer, allerdings werden natürlich nicht alle Fahrzeuge gleichzeitig eingesetzt. Täglich finden etwa 230 Restabfallsammlungstouren statt, also der normale Hausmüll, sowie 43 Biomüllabholtouren. Entsprechend dürfte die Menge an angeschafften Smartphones ausreichen.


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