Berlin: Woho wird Deutschlands höchstes Holzhaus

Knapp 100 Meter soll das Hochhaus erreichen. Die gute Nachricht für Berlin-Besucher: Die Dachterrasse soll öffentlich zugänglich sein.

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Holzhochhaus Woho: 60 Prozent Wohnfläche
Holzhochhaus Woho: 60 Prozent Wohnfläche (Bild: UBT Projektmanagment/Mad Arkitekter)

In Berlin soll das höchste Holzhaus Deutschland entstehen. Es wird deutlich höher als das Holzhochhaus, das in Hamburg entsteht.

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98 Meter und 29 Etagen hoch soll das Wohnhochhaus, kurz Woho, werden, das das Berliner Unternehmen UTB Projektmanagenment bauen will. Das Haus soll neben dem Anhalter Bahnhof in der Nähe des Potsdamer Platzes stehen. Dort sollen Menschen auf 18.000 Quadratmetern Nutzfläche arbeiten und wohnen.

Der Dachgarten wird öffentlich zugänglich

60 Prozent davon sind als Wohnfläche vorgesehen, 25 Prozent als Gewerbefläche. Die restlichen 15 Prozent sind für eine soziale Infrastruktur gedacht. Dazu gehören unter anderem eine Selbermachwerkstatt, Kindertagesstätten oder Gemeinschaftsräume. Teile des Gebäudes, darunter das Erdgeschoss und der Dachgarten, sollen öffentlich zugänglich sein.

Wie das Roots im Hamburg, früher Wildspitze genannt, wird auch das Woho in Hybridbauweise gebaut. Das bedeutet, die Kerne der vier Baukörper mit Treppenhäusern und Fahrstuhlschächten sowie das Untergeschoss werden konventionell aus Beton gegossen. Der Rest der tragenden Konstruktion soll aus Holz sein.

Holz speichert Kohlendioxid

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Holz ist als Baustoff umweltfreundlicher als Zement. Bei dessen Herstellung wird viel Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt. Holz hingegen absorbiert beim Wachsen Kohlendioxid aus der Atmosphäre und speichert es. Zudem kann es beim Abriss eines Gebäudes einfacher entsorgt werden.

Häufig wird Brandschutz als Argument gegen Holz als Baumaterial angeführt. Bei einem Brand sei es in einem Gebäude aus Holz aber viel sicherer als in einem aus Stahl, sagte Jan Störmer, der Architekt von Roots, im Gespräch mit Golem.de. Bis eine Holzstütze so weit verbrannt sei, dass sie ihre Statik verliere, dauere es relativ lange.

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Norweger gewannen den Architekturwettbewerb

Für Woho hatte die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen einen Wettbewerb ausgeschrieben. Eingereicht wurde 14 Beiträge. Die Jury hat sich am Ende für den Entwurf des norwegischen Architekturbüros Mad Arkitekter entschieden.

Inzwischen bestehen in Deutschland knapp 20 Prozent der Wohnhäuser, die neu gebaut werden, aus Holz. Allerdings dürfen nicht überall Holzhäuser gebaut werden: Bauordnungen sind Ländersache, manche Bundesländer lassen den Bau nicht zu, andere wiederum, darunter Hamburg, fördern den Holzbau.

Woho wird höher als die derzeitigen Holzhochhäuser: Das Mjøstårnet im norwegischen Brumunddal, etwa 130 Kilometer nördlich von Oslo, ist insgesamt 85,4 Meter hoch. Das Hoho in Wien ist zwar 40 Zentimeter niedriger, hat aber mehr Geschosse. Das Haus in Norwegen hat oben einen Aufbau und ist damit derzeit das höchste Holzgebäude. Beide wurden 2019 eröffnet. Allerdings werden andernorts schon höhere Häuser geplant. Das australische Software-Unternehmen Atlassian etwa plant in Sydney einen neuen Firmensitz aus Holz: Er soll 40 Stockwerke und 180 Meter hoch werden.

Wann in Berlin aus Holz gebaut werden soll, ist nicht nicht bekannt.

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lestard 03. Feb 2021

Ehrlich gesagt, kann ich die Zahl auch nicht belegen. Ich habe in mehreren...

sambache 03. Feb 2021

Alle diese "Holzhochhäuser" heben ein Kern aus Stahlbeton.

AllDayPiano 02. Feb 2021

Unter einem Holzhaus verstehe ich ein Haus, das aus Holz gebaut wurde. Und keine...

Prypjat 02. Feb 2021

Wir hatten auch mal so eine Spaß mit einen Tragenden Eichenbalken. Der war in einer...

amdonly 02. Feb 2021

oder doch failed state? zumindest würde ich derzeit nicht nach einem wohnsitz in hamburg...



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