Abo
  • Services:
Anzeige
Whatsapp ist als Chat-Plattform bei Schülern verbreitet.
Whatsapp ist als Chat-Plattform bei Schülern verbreitet. (Bild: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images)

Berlin: Schüler muss wegen Whatsapp-Sexting Schmerzensgeld zahlen

Whatsapp ist als Chat-Plattform bei Schülern verbreitet.
Whatsapp ist als Chat-Plattform bei Schülern verbreitet. (Bild: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images)

Ein Schüler muss einer Mitschülerin Schmerzensgeld zahlen, weil er intime Fotos von ihr per Whatsapp verbreitet hat. Das Geld hat er selbst verdienen müssen.

Anzeige

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg (239 C 225/14) hat einer jungen Berliner Gymnasiastin einen Schadenersatzanspruch von 1.000 Euro gegen ihren Exfreund zugesprochen, weil dieser intime Fotos von ihr über Whatsapp verbreitet hatte. Das gab der Rechtsanwalt Johannes von Rüden von der Kanzlei Werdermann/von Rüden, der die Klägerin vertrat, am 31. August 2015 bekannt. Während der mündlichen Verhandlung, die bereits im Januar dieses Jahres stattfand, einigten sich beide Seiten auf die Zahlung von 500 Euro, wenn der Junge bis zum Ende dieses Jahres nachweist, dass er das Geld durch eigene Arbeit verdient hat. Das Schmerzensgeld finanzierte er durch einen Ferienjob.

Die beiden Teenager wurden Anfang des vergangenen Jahres ein Paar. Im Laufe der Beziehung forderte der Schüler immer wieder Sexting-Fotos von der damals 13-Jährigen. Statt die Bilder für sich zu behalten, verbreitete er die Aufnahmen mit Whatsapp noch während der Beziehung in seinem Freundeskreis. Die Bilder seien dann ihren unkontrollierten Weg durch die Schule gegangen, berichtet von Rüden.

"Deliktsrechtlich voll einsichtsfähig"

Das Gericht führte aus: "Die Weiterverbreitung der Bilder durch den Beklagten macht aufgrund der einschneidenden Wirkung auf die Lebensführung und die Entwicklung der jugendlichen Klägerin eine Entschädigung in Geld zur Genugtuung unabweisbar." Der seinerzeit 13-jährige Beklagte sei aufgrund der allgemeinen Erfahrungen von Jugendlichen im Umgang mit sozialen Netzwerken, Medien und deren Gefahren "deliktsrechtlich voll einsichtsfähig", hieß es in einem Hinweis des Gerichts.

Durch die Weiterverbreitung der Bilder handele es sich auch um eine erhebliche Beeinträchtigung der Klägerin, die sich dadurch "an den Pranger gestellt fühlen und die Situation insgesamt als ausgesprochen peinlich empfunden haben dürfte". Darüber hinaus sei die Situation dazu geeignet, "die ungestörte sexuelle und persönliche Entwicklung der Klägerin zu beeinträchtigen".


eye home zur Startseite
plutoniumsulfat 03. Sep 2015

Weil sie es sich nicht leisten können? Ich sehe das täglich, z.B. im Bus. Die bekannten...

plutoniumsulfat 03. Sep 2015

Solange du das nicht überall machst, ist es doch egal.

Anonymer Nutzer 02. Sep 2015

Ha ha ha :P

der_wahre_hannes 02. Sep 2015

Die tatsächliche Anzahl der Fälle von sexueller Belästigung die auch vor Gericht landen...

MickeyKay 02. Sep 2015

Korrekt. Aber relevant ist, DASS ein Programm zum Einsatz kam, denn es ermöglicht eine...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, Frankfurt
  2. Landratsamt Starnberg, Starnberg
  3. Tetra GmbH, Melle
  4. D. Lechner GmbH, Rothenburg ob der Tauber


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-5%) 47,49€
  2. etwa 8,38€
  3. (-11%) 39,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Knappe Mehrheit

    SPD stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Union

  2. Gerichtspostfach

    EGVP-Client kann weiter genutzt werden

  3. DLD-Konferenz

    Gabriel warnt vor digitalem Schlachtfeld Europa

  4. NetzDG

    Streit mit EU über 100-Prozent-Löschquote in Deutschland

  5. Facebook

    Nutzer sollen Vertrauenswürdigkeit von Newsquellen bewerten

  6. Notebook-Grafik

    Nvidia hat eine Geforce GTX 1050 (Ti) mit Max-Q

  7. Gemini Lake

    Asrock und Gigabyte bringen Atom-Boards

  8. Eni HPC4

    Italienischer Supercomputer weltweit einer der schnellsten

  9. US-Wahl 2016

    Twitter findet weitere russische Manipulationskonten

  10. Die Woche im Video

    Das muss doch einfach schneller gehen!



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. NGSFF alias M.3 Adata zeigt seine erste SSD mit breiterer Platine
  2. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  3. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild

EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  2. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform

Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

  1. Re: 1050 und dann noch langsamer?

    Sarkastius | 04:35

  2. Re: Endlich wieder neue Mini-ITX mit CPU

    Crogge | 04:23

  3. Re: Head of Problem !!

    superdachs | 03:20

  4. Re: Löschqopute irrelevant

    p4m | 02:57

  5. Re: Tweets haben Stimmung in den USA beeinflusst

    p4m | 02:52


  1. 16:59

  2. 14:13

  3. 13:15

  4. 12:31

  5. 14:35

  6. 14:00

  7. 13:30

  8. 12:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel