Berlin: Der Telefónica-Standort, den der Taxifahrer nicht kennt

An einem geheimen Standort im Süden Berlins hat Telefónica Deutschland alles auf einen neuen technischen Stand gebracht: Energieversorgung, Klimatechnik, Sicherheits- und Brandschutz. Der zentrale Standort gehört zum Kernnetz des Konzerns.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Nur-Blei-Batterien als Teil der USV
Nur-Blei-Batterien als Teil der USV (Bild: Telefónica Deutschland)

Telefónica Deutschland hat einen zentralen Standort aus dem Kernnetz in Berlin als Pilotprojekt technisch erneuert. Das gab der Mobilfunkbetreiber am 10. Dezember 2019 bekannt. Der für die letzten Kilometer gerufene Taxifahrer kannte an der genannten Adresse keinen Unternehmensstandort - und wünschte uns "viel Glück noch", als er uns kopfschüttelnd dort absetzte. Für das Kernnetz gelten besondere Sicherheitsanforderungen. Kein Schild zeigt von außen an, dass sich hier ein Telefónica-Standort befindet.

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Die Energiereduktion liegt laut Michael Häberle, Director Network Operations & Quality bei Telefónica Deutschland, bei 25 bis 30 Prozent. "Damit sind wir aber noch nicht zufrieden", sagte er Golem.de. Einen großen Anteil daran hat die Klimaanlagentechnik, die überwiegend die direkte Rückkühlung über die Außenluft nutzt.

Die Bereiche Energieversorgung, Klimatechnik bis hin zum Sicherheits- und Brandschutzkonzept seien von Grund auf neu geplant worden. Dadurch sei viel Platz eingespart worden, der für den künftigen 5G-Ausbau verwendet werden könne. Am Standort im Süden Berlins befinde sich wichtige Technik für das Kernnetz, dem Backbone. Es sei unterbrechungsfrei während des laufenden Betriebs umgebaut worden, betonte ein Unternehmenssprecher. Der Standort ist mit Glasfaser angebunden.

Das Kernnetz verbindet laut den Angaben mehrere regional verteilte Standorte in Deutschland redundant miteinander. Es befördert unter anderem die Nutzdaten der Kunden und gilt laut Einstufung der Bundesregierung als kritische Infrastruktur.

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Neben einem Austausch der Klimatechnik und einem überarbeiteten Energieversorgungskonzept, das Netzausfälle mit von Netzersatzanlagen (NEA) und Batteriepufferung als unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) abfängt, liefert nun IoT-Technik mit Messsensoren Daten vom Standort.

So erfassen die Sensoren Werte der Energie- und Klimatechnik im Gebäude, um daraus Verbrauchsprognosen zu erstellen. So soll auch der beginnende Verschleiß technischer Systeme erkennbar sein. Veränderungen in der Stromaufnahme oder der Drehzahl eines Lüfters könnten Aufschluss darüber geben, ob in Kürze ein Austausch ansteht.

"Das ist für uns eine Motivation, zukünftig auch weitere Standorte in Bezug auf die technische Infrastruktur zu analysieren", erläuterte Häberle.

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