Berlin-Brandenburg: Kirche führt offenes Wi-Fi Godspot ein
Die Leitung der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat beschlossen, Kirchen mit kostenlosen WLAN-Hotspots auszustatten. Das gab die Agentur Nordsonne Identity, die die Marke mit dem Namen Godspot gestaltet, am 18. Mai 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Der Dienst wird zunächst in rund 220 Kirchen in Berlin und Brandenburg installiert werden, darunter in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte und in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin-Charlottenburg.
3.000 Kirche werden Hotspots
Das WLAN sei innerhalb und außerhalb der Kirchengebäude kostenlos nutzbar, ohne Registrierung oder Anmeldung. Bis zum Kirchentag 2017 sollen weitere Kirchen, Pfarrhäuser und kirchliche Einrichtungen das freie WLAN Godspot erhalten. Ziel ist es laut der Agentur, allen 3.000 Kirchen und kirchlichen Gebäuden in Berlin, Brandenburg und der schlesische Oberlausitz Godspots zur Verfügung zu stellen. Für die Sicherheit soll ein Vertrag mit einem separaten Dienstleister sorgen, der eine Regelung der Störerhaftung garantiert.
Fabian Kraetschmer, IT-Leiter im Konsistorium der EKBO, erklärte: "Menschen sind nicht weniger spirituell als früher. Aber die Orte der Kommunikation haben sich verschoben, vieles findet in digitalen sozialen Netzwerken und Communities statt".
Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD haben sich auf die Abschaffung der Störerhaftung für Betreiber offener WLAN-Hotspots geeinigt. Demnach müssen Anbieter in Zukunft den Zugang weder verschlüsseln noch eine Vorschaltseite mit Rechtstreueerklärung für die Nutzer einrichten. Das Gesetz könnte ab Herbst 2016 in Kraft treten.
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