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Wann wir über Sicherheitslücken berichten

Halten wir eine Sicherheitslücke für nachvollziehbar, wägen wir mehrere Faktoren bei der Frage ab, ob wir über sie berichten: Wie gefährlich ist die Sicherheitslücke? Wie leicht lässt sie sich ausnutzen? Wie wichtig und verbreitet ist die Soft- oder Hardware bei unseren Lesern? Wie interessant und neuartig ist der Ansatz? Wie alt ist die Sicherheitslücke, und gibt es Patches?

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Diese Abwägungen sind ein zentraler Bestandteil unserer journalistischen Arbeit und geschehen im Onlinejournalismus, in dem Leser eine schnelle Berichterstattung erwarten, meist unter hohem Zeitdruck. Dabei kommt es häufig vor, dass wir Sicherheitslücken zwar spannend finden, es aber eine deutliche Einschränkung gibt, beispielsweise was die Ausnutzbarkeit angeht. In diesen Fällen betonen wir diese Einschränkungen in unserer Berichterstattung deutlich.

Diese Abwägung führt jedoch auch häufig dazu, dass wir über eine Sicherheitslücke nicht berichten. Wir wollen unseren Lesern schlicht nicht laufend Berichte über uninteressante, aufgebauschte oder nicht existente Sicherheitslücken zumuten.

So haben wir uns bereits beim Aufkommen der Berichterstattung über die VLC-Sicherheitslücke gegen einen Artikel entschieden, weil wir die Beschreibung einer Remote-Code-Execution durch eine Datei und einen Buffer-Overflow-Read nicht nachvollziehen konnten. Auch den beschriebenen Absturz konnten wir nicht nachstellen.

Erst als die Berichterstattung auch die Massenmedien erreichte, und das Videolan-Projekt sich öffentlich über die falschen Darstellungen beschwerte, haben wir uns erneut mit der angeblichen Lücke auseinandergesetzt und dargelegt, dass es sich um keine handelte - und die Kritik der Entwickler thematisiert.

Fehler können passieren

Dennoch können - bei aller Vorsicht - auch Fehler passieren. Wichtig ist es dann, transparent darüber zu berichten, was im Fall der VLC-Lücke leider nicht überall passierte. Einige Medien ließen ihre Artikel unkorrigiert oder löschten sie kommentarlos. Die Leser erfuhren also nicht, dass der Bericht fehlerhaft war.

Uns ist wichtig, dass Korrekturen unsere Leser auch erreichen - auch wenn wir am liebsten gar nicht erst so einen Fehler machen würden, wie er uns etwa im Oktober 2018 unterlief. Damals berichteten wir irrtümlich, dass über eine Sicherheitslücke in Windows Administratorenrechte erlangt werden könnten. Diese konnten jedoch nur weitergegeben werden, wenn man selbst schon Admin-Rechte hatte.

Bei all den Fallstricken, Problemen und Unwägbarkeiten versuchen wir, bestmöglich zu arbeiten und Transparenz für unsere Leser zu schaffen. Dieser Text soll einen Beitrag dazu leisten. Einfacher wird unsere Arbeit dadurch nicht.

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1e3ste4 04. Aug 2019

Nö. Die x86-Schwachstellen sind hauptsächlich bei Cloud-Anbietern ein Problem, die auf...

vollstorno 02. Aug 2019

Ja, und? Korrekt berichtet, oder verstehe ich hier etwas falsch? """Daher sollten Nutzer...

mtr (golem.de) 02. Aug 2019

Hallo, Dr.Zoidberg, auch wenn nahezu alle unserer Leser selbst keine Beatmungsgeräte...

jo-1 02. Aug 2019

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