Bericht: Tencent will angeblich Crytek wegen Militärsimulationen

Über 300 Millionen Euro will Tencent laut einem Medienbericht für Crytek ausgeben - wegen der Militärsimulationen auf Basis der Cryengine.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Crysis Remastered
Artwork von Crysis Remastered (Bild: Crytek)

Seit Jahren investiert der chinesische Technologiekonzern Tencent in die Spielebranche. Jetzt steht laut einem Bericht der Tageszeitung Bild die bislang mit Abstand größte Übernahme im deutschsprachigen Raum bevor: der Kauf des Frankfurter Entwicklerstudios Crytek.

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Nach Angaben der Zeitung und des zuständigen Redakteurs auf Twitter wolle Tencent mehr als 300 Millionen US-Dollar investieren. Allerdings gehe es den Chinesen nicht um Spiele wie Crysis oder The Hunt, sondern um Militärsimulationen.

Über dieses Programm ist öffentlich sehr wenig bekannt. 2011 hatte das amerikanische Rüstungsunternehmen Intelligent Decisions einen Simulator auf Basis der Cryengine vorgestellt. Mit der Anwendung wollte die US-Army ihre Soldaten ausbilden.

Crytek hat in den vergangenen Jahren keine Informationen über mögliche Geschäfte mit dem Militär oder ähnlichen Organisationen veröffentlicht. Zu den aktuellen Meldungen hat sich bislang keines der betroffenen Unternehmen geäußert. Es gibt schon seit Monaten Gerüchte, dass Tencent an Crytek interessiert sei - so konkret wie der aktuelle Bericht wurde das aber nie.

Tencent seit langem aktiv in der Spielebranche

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Nach Darstellung von Bild wollte Tencent an die Technologien von Crytek kommen, um einerseits selbst Trainingssimulationen zu entwickeln.

Zum anderen wolle China so herausfinden, wie westliche Armeen mit derlei Systemen arbeiten. Nach Angaben von Bild gebe es in der Belegschaft von Crytek die Sorge, "zum Spielball der Kommunistischen Partei Chinas zu werden."

Speziell in den USA gab es aus der Spieleszene in den vergangenen Jahren massive Kritik an Tencent und die Befürchtung, dass der Konzern das Geschäft mit dem Gaming primär betreibe, um an Kundendaten zu kommen und so die Gesellschaft auszuspionieren.

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Tencent investiert bereits seit einigen Jahren in die Spielebranche. Dem Konzern aus der Millionenstadt Shenzhen gehören 100 Prozent der Anteile an Riot Games (League of Legends), Digital Extremes (Warframe) und Funcom (Conan Exiles) sowie rund 84 Prozent von Supercell und 48 Prozent an Epic Games.

Außerdem hält Tencent jeweils rund fünf Prozent der Anteile an den Publishern Ubisoft und Activision Blizzard. Im Juni 2021 hat der Konzern die Mehrheit am Berliner Entwicklerstudio Yager (The Cycle) übernommen.

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mnementh 15. Jul 2021

Man muss schon sagen, dass Xi Jinping das System geändert hat. Deng Xiaoping hat das...

Trollversteher 15. Jul 2021

Au weia, ist schon wieder Freitag? *facepalm*

RAYDEN 15. Jul 2021

Oder Netflix stellt sie ein. Die wollen ins Gamegeschäft einsteigen.

ldlx 14. Jul 2021

Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, war "wollen" noch ein Verb.



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