Bang & Olufsen schafft bei der ANC-Leistung keine Spitzenleistung

So deutlich der Beoplay H95 beim Klang in Ruheposition vor dem Sony-Modell liegt, so überdeutlich liegt der Kopfhörer aus Dänemark bei der ANC-Leistung weit hinter der Sony-Oberklasse zurück. Das Active Noise Cancelling (ANC) beim Beoplay H95 verringert störende Geräusche längst nicht so umfassend wie der WH-1000XM4, der hier derzeit zum Spitzenfeld zählt. Wie üblich haben wir die ANC-Leistung ohne Musik verglichen, um zu ermitteln, wie viel Ruhe und Stille der jeweilige Kopfhörer erzeugen kann.

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Systembedingt arbeiten ANC-Systeme vor allem bei niedrigen Frequenzen besonders gut, etwa beim Brummen in einem Flugzeug, wo die Technik zuerst eingesetzt wurde. Fahrgeräusche in Zügen, Autos oder Bussen sowie Verkehrslärm lassen sich damit aber ebenso wie Baustellenlärm oder Bürogeräusche verringern.

Wir haben den Beoplay H95 all diesen Schallquellen ausgesetzt und in allen Bereichen musste sich der Kopfhörer der Konkurrenz aus Japan deutlich geschlagen geben. Generell hörten wir unter dem WH-1000XM4 in allen Disziplinen weniger Störgeräusche als unter dem Beoplay H95, der viel mehr Krach übrig gelassen hat. Für einen doppelt so teuren Kopfhörer hätten wir im ANC-Bereich das gegenteilige Ergebnis erwartet. Positiv ist, dass der Beoplay H95 bei Stille absolut rauschfrei ist, das ist keine Selbstverständlichkeit. Wenn wir mit den beiden Kopfhörern Musik hören, fallen die Unterschiede bei der ANC-Leistung üblicherweise weniger stark auf als im Stillebetrieb.

Die Anleitung zum Beoplay H95 ist zu knapp

In den Einstellungen zum Kopfhörer können wir zwischen normalem ANC und Adaptive ANC umschalten, aber wir konnten keinen Unterschied bei der ANC-Leistung feststellen. In der dürftigen Anleitung zum Produkt wird der Unterschied nicht näher erläutert. Ein im Internet zu findendes Support-Dokument zum Beoplay H95 beschreibt die Unterschiede zu grob, hier wünschen wir uns mehr Informationen vom Hersteller.

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Der dänische Hersteller bietet verschiedene ANC-Stufen, die am Kopfhörer mittels Drehrad verändert werden können. Darüber wird nicht nur die ANC-Leistung, sondern auch die Intensität des Transparenzmodus konfiguriert. Leider gibt es dazu keine Ansagen im Kopfhörer, sodass die entsprechende Drehrichtung erlernt werden muss. Zwar hören wir bei maximalem ANC, bei maximaler Transparenz und beim Wechsel von ANC zu Transparenz jeweils einen anders klingenden Signalton, aber wir finden es anstrengend, sich das alles merken zu müssen. Hier bevorzugen wir ganz klar Sprachansagen, wie sie bei anderen ANC-Oberklasse-Kopfhörern üblich sind.

Beoplay H95 hat einen angenehm natürlichen Transparenzmodus

Der Transparenzmodus beim Beoplay H95 klingt angenehm natürlich. Allerdings ist es mittels Drehrad ziemlich mühsam, diesen zu aktivieren. Beim Kopfhörer aus Dänemark gibt es keine so pfiffigen Möglichkeiten wie beim WH-1000XM4 von Sony. Wir haben eigentlich die Beoplay-Kopfhörer immer schnell abgenommen, wenn wir etwa mal Ansagen in öffentlichen Verkehrsmitteln hören wollen.

  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 zusammengefaltet  (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Metalletui des Beoplay H95 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 im Metalletui (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • links Beoplay H95, rechts Sonys WH-1000XM4 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • links Beoplay H95, rechts Sonys WH-1000XM4 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • links Beoplay H95, rechts Sonys WH-1000XM4 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • links die Tasche von Sonys WH-1000XM4, rechts Metalletui des Beoplay H95 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 mit allem Zubehör (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Metalletui des Beoplay H95 mit Fach für Zubehör (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Beoplay H95 zusammengefaltet (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Wie viele andere ANC-Kopfhörer auch ist das Modell von Bang & Olufsen windempfindlich, der Hersteller hat keine Maßnahmen dagegen ergriffen. Im ANC-Betrieb hören wir dann pfeifende Geräusche, die sich über die Musik legen. Leichter Windhauch sorgt zwar noch nicht für Windgeräusche, aber sobald wir Wind im Gesicht spüren, hören wir ihn auch. Das stört den Musikgenuss deutlich. Wenn wir die ANC-Funktion abschalten, verringert sich die Windempfindlichkeit, wir haben dann aber auch keine aktive Geräuschunterdrückung mehr. Im Transparenzbetrieb ist der Kopfhörer noch windempfindlicher, so dass der Modus draußen nicht vernünftig nutzbar ist.

Beoplay H95 verzichtet auf Komfortfunktionen

Der Kopfhörer bietet Bluetooth 5.1 und unterstützt die Codecs SBC, AAC sowie aptX. Er erlaubt zwei parallele Bluetooth-Verbindungen, wie es in dieser Gerätegattung üblich ist. Beim Schauen von Videos gibt es keinen zeitlichen Versatz zwischen Bild und Ton. Abgesehen davon gibt es aber keine Komfortfunktionen wie etwa eine Trageerkennung oder Ähnliches.

Der Kopfhörer hat eine USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und kann erfreulicherweise auch beim Aufladen weiterhin verwendet werden. Die USB-C-Buchse kann nicht für die Musikübertragung genutzt werden. Außer im Bluetooth-Betrieb kann der Kopfhörer auch mit dem beigelegten 3,5-mm-Klinkenkabel verwendet werden.

Anders als es der Hersteller in der Anleitung selbst angibt, steht die ANC-Funktion in vollem Umfang auch im Kabelbetrieb zur Verfügung. Die Musiksteuerung am Kopfhörer ist dann aber nicht möglich, immerhin kann die Lautstärke weiterhin am Kopfhörer verändert werden. Das ist ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz von Sony und Bose.

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App von Bang & Olufsen mit Problemen

Für den Kopfhörer bietet Bang & Olufsen eine App, die gut strukturiert ist und angenehmerweise sowohl für Android als auch iOS angeboten wird. Wie vielfach üblich bekommen wir unter iOS direkt nach der Bluetooth-Kopplung einen Hinweis auf die App, auf Android-Geräten müssen wir die App selbst heraussuchen. Damit hört die Begeisterung aber schon wieder auf.

Denn die App kann auf beiden Plattformen nur verwendet werden, wenn zuvor ein Benutzerkonto bei Bang & Olufsen angelegt wurde. Das stört uns, denn eine Kopfhörer-App sollte auch ohne Benutzerkonto nutzbar sein. Wenn wir etwas am Kopfhörer ändern wollen, dauert es zwischen 15 und 30 Sekunden, bis Einstellungen in der App möglich sind. Das ist entschieden zu langsam und hier sollte erheblich nachgebessert werden.

Auf Android-Geräten gibt es ein weiteres Ärgernis: Wir können die App nur öffnen, wenn wir die Standortdaten aktivieren. Wenn wir unser Android-Smartphone im Flugzeugmodus haben, gibt es nicht einmal einen Hinweis dazu. Starten wir die App etwa im Flugzeug bei aktiviertem Flugzeugmodus ohne aktivierte Standortdaten, stürzt sie beim Start einfach ab. Wir müssen dann selbst auf die Idee kommen, die Standortdaten einzuschalten, um die App überhaupt verwenden zu können. Das alles ist das Gegenteil von Komfort.

  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 (Bild: Bang & Olufsen)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 von Bang & Olufsen (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 zusammengefaltet  (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Metalletui des Beoplay H95 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 im Metalletui (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • links Beoplay H95, rechts Sonys WH-1000XM4 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • links Beoplay H95, rechts Sonys WH-1000XM4 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • links Beoplay H95, rechts Sonys WH-1000XM4 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • links die Tasche von Sonys WH-1000XM4, rechts Metalletui des Beoplay H95 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Beoplay H95 mit allem Zubehör (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Metalletui des Beoplay H95 mit Fach für Zubehör (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Beoplay H95 im Metalletui (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Viele Funktionen gibt es in der App nicht. Wir können einen Stromsparmodus deaktivieren, der standardmäßig eingeschaltet ist. Dieser schaltet den Kopfhörer bei Nichtnutzung nach 15 Minuten aus, auch wenn eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone besteht. Außerdem gibt es verschiedene Hörprofile, um den Klang anzupassen, und einen Schieberegler für ANC und Transparenzmodus. Zudem kann hier die Funktion Adaptive ANC zugeschaltet werden.

Kratzempfindliches Metalletui für Beoplay H95

Zum Lieferumfang des Kopfhörers gehört ein Metalletui sowie ein USB-C-Ladekabel, ein 3,5-mm-Klinkenkabel sowie ein Flugzeugadapter, um den Kopfhörer an Entertainment-Systemen im Flugzeug betreiben zu können. Der Kopfhörer kann zusammengefaltet im Metalletui abgelegt werden und ist darin entsprechend gut geschützt. In einem Fach kann alles Zubehör bequem verstaut werden, ohne dass etwas herausfällt.

Das Etui aus Aluminium dürfte aber ziemlich kratzempfindlich sein, so dass es nach einigen Reisen sicherlich nicht mehr so edel aussieht wie im neuen Zustand. Man sollte das Etui also besser in einem Beutel transportieren, der aber nicht beiliegt. Hier sehen wir die bei anderen Herstellern üblichen Taschen im Vorteil, die auf Reisen nicht so schnell Gebrauchsspuren sammeln.

Beoplay H95 liefert lange Akkulaufzeit

Der Beoplay H95 kann ohne Unterbrechung 38 Stunden am Stück verwendet werden und wir haben die vom Hersteller angegebenen Werte bestätigen können. Damit gehört der Kopfhörer aus Dänemark zum Spitzenfeld und kommt dicht an die 38 Stunden des Jabra Elite 85h heran, der sogar 39 Stunden schafft. Die Ladezeit wird mit zwei Stunden angegeben und auch diesen Wert können wir so bestätigen.

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