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Benzinpreis-Proteste: Internet in Iran bleibt weiter gesperrt

Seit mehreren Tagen ist das Internet in Iran nach blutigen Protesten weitgehend gesperrt. Nur fünf Prozent des normalen Traffics werden registriert.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Drastischer Einbruch des Internet-Traffics in Iran
Drastischer Einbruch des Internet-Traffics in Iran (Bild: Netblocks.org/Screenshot: Golem.de)

Wegen der landesweiten Proteste gegen höhere Benzinpreise bleibt das Internet im Iran auf unbestimmte Zeit gesperrt. "Das Internet wird dann erst wieder eingeschaltet, wenn die Sicherheit im Land auch wieder voll und ganz hergestellt ist", sagte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats am Mittwoch der Nachrichtenagentur Isna. Die Sicherheit im Land habe "höchste Priorität". Falls notwendig werde alles dafür "geopfert". Die Internetsperre sei eine einstimmige Entscheidung der politischen Führung gewesen. Zu gegebener Zeit werde diese auch entscheiden, wann die Sperre wieder aufgehoben werden könne. Wann das sein könnte, sagte der Sprecher nicht.

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Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Netblocks.org befindet sich der Traffic auch 90 Stunden nach Inkrafttreten der Sperre auf einem Niveau von fünf Prozent der üblichen Werte. Einer Einschätzung von Amnesty International zufolge wurden seit Beginn der Proteste wegen der Benzinpolitik von Präsident Hassan Ruhani mehr als 100 Demonstranten in 21 Städten getötet.

Wegen der am Freitag begonnenen Unruhen war auf Anweisung des Sicherheitsrats am Samstagnachmittag das Internet abgestellt worden. Auch am fünften Tag in Folge blieb das Internet am Mittwoch somit weitgehend blockiert. Damit soll verhindert werden, dass Informationen, Bilder und Videos von den Protesten verbreitet werden. International lösten die Unruhen und der Umgang mit den Demonstranten Kritik und Sorge aus.

Auch das Telekommunikationsministerium erklärte, die Sicherheit des Landes habe Priorität. Zugang zu den hiesigen Webseiten im Land sei weiterhin möglich, damit die Menschen etwa zumindest Geld überweisen können. Für Irans Bevölkerung ist die Internetsperre dennoch ein großes Problem. Sie paralysiert viele Aktivitäten des normalen Lebens. Über 80 Millionen Menschen können weder Mails senden oder empfangen noch auf Kurznachrichtendienste oder Google-Suchen zugreifen. Auch die Arbeit der Medien wird durch die Sperre enorm beeinträchtigt.

Laut hiesigen Medienberichten hat sich die Lage in den meisten Städten zuletzt wieder beruhigt. Beobachter aber bezweifeln dies.

Nachtrag vom 22. November 2019, 8:23 Uhr

Die wegen der Unruhen vom Staat verhängte tagelange Internetsperre ist in vielen Teilen des Irans wieder aufgehoben worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna funktionierte das Internet am Donnerstag in vielen iranischen Städten wieder. Auch in der Hauptstadt Teheran war der Zugang zum Internet wieder möglich, obwohl einige Nutzer weiterhin Probleme hatten. Diese sollten laut Isna bald behoben sein. Zuvor hatten die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) die Unruhen für beendet erklärt.

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jurtsche 21. Nov 2019

USA ist ja mehr eine Abkürzung als ein Eigenname und "Staaten" ist ein Hauptwort mit...

Sebbi 21. Nov 2019

der hat gerade andere Sorgen ...

Teeklee 21. Nov 2019

Dann machen die es halt selbst, meine Aussage bleibt, wenn es keiner klickt verschwindet es.

StaTiC2206 21. Nov 2019

vermutlich mit einer Delegation um zu prüfen ob das Internetmodel auch auf Deutschland zu...

ibecf 21. Nov 2019

Das Wissen wird in diesem Fall nur bedingt helfen. Hier wird nicht wie China gefiltert...


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