Microsoft: Discord-Server wegen Microslop geschlossen
Microsoft hat auf dem offiziellen Copilot-Discord-Server das Wort Microslop aktiv aus den Konversationen herausgefiltert. Wie Windows Latest berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wurden Nachrichten, die diesen Begriff enthielten, automatisch blockiert und den Nutzern ein Hinweis angezeigt, dass sie eine Formulierung verwendet hätten, die gegen die Serverregeln verstießen.
Nachdem der Filter bemerkt worden war, begannen Nutzer, diesen mit Varianten des Wortes Microslop und weiteren Ausdrücken zu testen. Dieses Verhalten eskalierte so sehr, dass die Moderatoren den Server schließen mussten.
Der dadurch bei den Nutzern entstandene Frust entlud sich daraufhin in Kommentarspalten und Community-Bereichen im Zusammenhang mit Microsofts KI-Offensive. Die Kritik richtete sich vor allem dagegen, dass Microsoft KI mehr Priorität einräume als dem Betriebssystem, auf dem diese laufen soll.
Blockade der Nutzerkonten reichte nicht aus
Windows Latest ergänzt, dass es nicht ungewöhnlich sei, dass markeneigene Discord-Server Keyword-Filter verwenden, insbesondere wenn auf dem Server Feedback zu Produkten gesammelt werden soll.
Im Falle von Copilot sollen die Nutzer aber in so großen Mengen Varianten des Wortes Microsoft gepostet haben, dass die Blockade von Nutzerkonten nicht ausreichte, damit die Moderatoren die Kontrolle über Konversationen zurückgewinnen konnten. Es folgten die Sperrung mehrerer Kanäle, das Ausblenden von Nachrichtenverläufen und der Entzug der Schreibrechte für viele Benutzer.
Ein kurzer Blick von Golem auf den Copilot-Discord-Server zeigt, dass dort viele Bezüge zu gelöschten Nachrichten vorhanden sind. Nutzer waren aber schon wieder dabei zu probieren, ob sie Begriffe wie M1cr0sl0p und Microslop senden können, was funktionierte.
Zur Popularität des Begriffs Microslop trug Microsoft-CEO Satya Nadella zu einem großen Teil selbst bei. Dieser hatte am 29. Dezember 2025 dazu aufgefordert, die Debatte um KI-Slop der Vergangenheit angehören zu lassen . Nach der anhaltenden Kritik zum überbordenden KI-Einsatz in Microsoft will der Konzern diese Strategie laut Insidern aber wieder überdenken .
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.