Abo
  • IT-Karriere:

#Bentgate: Apple war Biegsamkeit des iPhone 6 bekannt

Das iPhone 6 und iPhone 6 Plus waren übermäßig biegsam, was Apple aber nicht zugeben wollte. Nun stellt sich heraus, dass Apple sehr früh von den Problemen wusste, aber nicht reagierte.

Artikel veröffentlicht am ,
Unter heftigem Druck kann man das iPhone 6 Plus verbiegen.
Unter heftigem Druck kann man das iPhone 6 Plus verbiegen. (Bild: Unbox Therapy/Screenshot: Golem.de)

Nachdem Apple das iPhone 6 und mit dem iPhone 6 Plus 2014 erstmals auch ein besonders großes Smartphone auf den Markt brachte, gab es von Kunden kurz danach entsetzte Hinweise, dass die Geräte sich sehr leicht verbiegen lassen. Selbst beim Herausziehen aus engen Hosentaschen passiere das. Die Misere wurde Bentgate genannt. Videos, die zeigten, wie Nutzer mit wenig Aufwand ihr Gerät mit der Hand verbiegen, machten die Runde.

Stellenmarkt
  1. ilum:e informatik ag, Mainz, Frankfurt am Main, Berlin, München, Köln, Hamburg, Leipzig, Düsseldorf, Stuttgart, Home-Office
  2. SEITENBAU GmbH, Konstanz

Apple behauptete damals, dass die Geräte nach den gleichen hohen Standards gebaut wurden wie alle vorherigen Smartphones. Neue Gerichtsdokumente, die von Reportern der Website Motherboard aufgedeckt wurden, zeigen, dass Apple schon damals wusste, dass sich die Telefone erheblich stärker verbiegen als das Vorgängermodell iPhone 5s.

Apple wurde im August 2016 wegen dem sogenannten Bentgate und der Touch-Krankheit, die die biegsamen iPhones betraf, verklagt. Benutzer berichteten von flackernden Displays und nicht reagierenden Touchscreens.

Bei der Sammelklage wurde auch Apples interne Test-Dokumentation eingereicht. Darin fand Motherboard Hinweise, die darauf hindeuteten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich das iPhone 6 verbiegen lässt, 3,3 Mal höher ist als beim iPhone 5s. Beim größeren iPhone 6 Plus liegt die Wahrscheinlichkeit etwa 7,2 Mal höher.

Apple gab im November 2016 öffentlich lediglich zu, dass es eine Charge mit iPhones gab, die besonders biegsam waren und senkte die Bildschirm-Reparaturkosten deutlich.

Apple hatte schon früher Probleme damit, Fehler zuzugeben. Steve Jobs sagte einmal, dass das iPhone 4 keine Empfangsprobleme habe, sondern der Anwender das Telefon falsch in der Hand halte. Später wurde dann bekannt, dass die Antennenleistung beeinträchtigt wird, wenn der Kunde das Smartphone in einer bestimmten Weise hält. Apple verschenkte daraufhin Hüllen für das Smartphone. Ähnlich verhielt es sich mit der Drosselung von iPhones, wenn deren Akku schlechter wurde. Die Funktion gab Apple jahrelang nicht zu. Nun gibt es eine Software-Funktion zum Abschalten der Drossel und vergünstigte Akkus.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 234,90€

Wurstbrot 28. Mai 2018

Ich kenne jemanden. Mich selbst! Mein 6er hatte sich verbogen, allerdings in der...

FreiGeistler 28. Mai 2018

Die Ausreden lassen sich allesamt zu "ich bin zu faul/bequem" übersetzen. Ja, prima. Und...

Vinnie 28. Mai 2018

Gibt es eigentlich dazu Hinweise? Bei uns wenn die Temperatur mal 20+ wird kann bei...

DAGEGEN 28. Mai 2018

Das ganze ist zig Jahre her, wen juckt das (jetzt noch)? Ich als Hersteller hätte so was...

Eheran 28. Mai 2018

Du kannst scheinbar die grundlegende problematik nicht nachvollziehen. Um bei deinem...


Folgen Sie uns
       


TES Blades im Test: Tolles Tamriel trollt
TES Blades im Test
Tolles Tamriel trollt

In jedem The Elder Scrolls verbringe ich viel Zeit in Tamriel, in TES Blades allerdings am Smartphone statt am PC oder an der Konsole. Mich überzeugen Atmosphäre und Kämpfe des Rollenspiels; der Aufbau der Stadt und der Charakter-Fortschritt aber werden geblockt durch kostspielige Trolle.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades startet in den Early Access
  2. Bethesda The Elder Scrolls 6 erscheint für nächste Konsolengeneration

Anno 1800 im Test: Super aufgebaut
Anno 1800 im Test
Super aufgebaut

Ach, ist das schön: In Anno 1800 sind wir endlich wieder in einer heimelig-historischen Welt unterwegs - zumindest anfangs. Das neue Werk von Blue Byte fesselt dank des toll umgesetzten und unverwüstlichen Spielprinzips. Auch neue Elemente wie die Klassengesellschaft funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Ubisoft Blue Byte Anno 1800 erhält Koop-Modus und mehr Statistiken
  2. Ubisoft Blue Byte Preload der offenen Beta von Anno 1800 eröffnet
  3. Systemanforderungen Anno 1800 braucht schnelle CPU

Jobporträt: Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
Jobporträt
Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht

IT-Anwalt Christian Solmecke arbeitet an einer eigenen Jura-Software, die sogar automatisch auf Urheberrechtsabmahnungen antworten kann. Dass er sich damit seiner eigenen Arbeit beraubt, glaubt er nicht. Denn die KI des Programms braucht noch Betreuung.
Von Maja Hoock

  1. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  2. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
  3. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

    •  /