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Benchmark Spec CPU 2026: Test-Suite Spec CPU wird aktualisiert

Die neue Version des Prozessor-Benchmarks deckt mehr Anwendungsfälle ab. Neben Server-CPUs finden sich Ergebnisse für einen Raspberry Pi.
/ Johannes Hiltscher
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Eine Hand mit Stoppuhr (Bild: TheDigitalArtist, Pixabay)
Eine Hand mit Stoppuhr Bild: TheDigitalArtist, Pixabay / Pixabay-Lizenz

Spec CPU, der Prozessor-Benchmark der Standard Performance Evaluation Corporation, stellt noch immer einen wichtigen Vergleichsmaßstab dar. Insbesondere Prozessorhersteller, die den Benchmark als Teil eines Konsortiums mit zusammenstellen, nutzen ihn. Privatanwender hingegen zählen nicht zur Zielgruppe. Mit Spec CPU 2026 wurde nach neun Jahren ein aktualisierter Satz an Testanwendungen vorgestellt(öffnet im neuen Fenster).

Wie auch etwa Geekbench nutzt Spec CPU einen Satz an Anwendungen mit festgelegten Eingabedaten und Parametern, um die Leistung einer CPU zu bewerten. Von den für Spec 2017 genutzten Anwendungen(öffnet im neuen Fenster) wurden nur wenige übernommen. Der neue Satz(öffnet im neuen Fenster) wirkt mit Python statt Perl und LLVM zusätzlich zu GCC moderner. Die Anwendungen sind so ausgewählt, dass sie einzelne Subsysteme des Prozessors wie Frontend, Backend oder Speicher an ihre Leistungsgrenze bringen.

Im Gegensatz zu anderen Benchmarks wird Spec CPU als Quellcode bereitgestellt und muss selbst kompiliert werden. Das macht ihn weitestgehend unabhängig von Betriebssystem und Mikroarchitektur. Verwendete Compiler müssen die Standards C18, C++2017 und Fortran 2018 unterstützen.

Mehr Anwendungen und neues Referenzsystem

Von den 52 Benchmarks testen 27 die Integer- und 25 die Gleitkommaleistung. Dabei werden einige Anwendungen doppelt gezählt, da Spec jeweils zwei Suites (Rate und Speed) nutzt. Rate erfasst dabei den maximalen Durchsatz einer Anwendung, wobei Parallelisierung mittels Threads erlaubt ist.

Speed hingegen erfasst die Ausführungszeit der Anwendungen bei Nutzung eines Threads. So lassen sich die Leistung eines einzelnen Kerns wie auch die Maximalleistung eines Systems vergleichen. Die Bewertung erfolgt relativ zu einem Referenzsystem, bei Spec CPU 2026 ist das ein Emag 8180 mit 32 Kernen von Ampere Computing. Der Benchmark funktioniert dabei mit Hunderten Kernen und setzt 2 GByte RAM pro verwendetem Thread voraus.

Insgesamt werden jeweils 19 integer- und gleitkommalastige Anwendungen genutzt, zur Auswahl standen 70. Angegeben werden für jede Suite am Ende zwei Werte: Bei Base werden alle Anwendungen mit den gleichen, zu veröffentlichenden Compiler-Optimierungen übersetzt, bei Peak sind anwendungsspezifische Einstellungen erlaubt. Gleiches gilt für die Thread-Anzahl: Bei Base ist sie für alle Tests gleich, bei Peak darf sie variiert werden.

Neue Werte mit älteren nicht vergleichbar

Erste Ergebnisse wurden für Spec 2026 bereits veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster). Hier dominieren Server-CPUs, aber auch Apples M5 Pro, der Raspberry Pi 5 sowie der GB10 in Nvidias DGX Spark und AMDs Ryzen AI 9 HX 370 sind vertreten. Da die Bewertung auf unterschiedlichen Sätzen von Anwendungen beruht, sind Vergleiche mit älteren Spec-Varianten nicht möglich. Insbesondere chinesische CPU-Entwickler geben aber noch immer gern Werte für Spec 2006 an.

Trotz großer Änderungen bleibt auch bei Spec 2026 eines gleich: der hohe Preis. Neukunden zahlen 3.000 US-Dollar, wer bereits eine Lizenz besitzt, bekommt Spec 2026 bis zum 3. November 2026 für 2.000 US-Dollar. Universitäten können sich akkreditieren lassen, um den Benchmark kostenlos herunterladen zu können, Non-Profit-Organisationen können ihn für 750 US-Dollar erhalten.


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