Abo
  • Services:

Benchmark-Schummelei: Auch Oppo fliegt aus dem 3DMark

Nach Huawei haben die Macher des beliebten 3DMark einen weiteren Hersteller identifiziert, der bei den Benchmark-Ergebnissen geschummelt hat: Zwei Smartphones von Oppo fliegen aus der Liste, darunter auch das aktuelle Topgerät Find X mit seiner ausfahrbaren Kamera.

Artikel veröffentlicht am ,
Unter anderem das Find X ist aus der Liste geflogen.
Unter anderem das Find X ist aus der Liste geflogen. (Bild: Oppo)

Der Entwickler des Benchmark-Programms 3DMark, UL, hat zwei Smartphones des chinesischen Herstellers Oppo aus seiner Ergebnisliste geworfen. Betroffen sind das F7 und das aktuelle Topmodell Find X. Grund sind Betrügereien bei der Ermittlung der Testwerte.

Stellenmarkt
  1. Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg, Augsburg
  2. BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH, Tübingen

Die Internetseite Tech2 sowie UL selbst haben herausgefunden, dass Oppo auf die gleiche Weise wie vor kurzem Huawei die Benchmarkergebnisse manipuliert hat. Die 3DMark-App aus Googles Play Store wurde erkannt, woraufhin ein spezieller Leistungsmodus aktiviert wurde. Dieser führt zu höheren Testergebnissen als bei normalem Betrieb.

Herausgefunden hat UL dies dank einer Version seiner App, die nicht als solche erkennbar ist. Entsprechend haben die Oppo-Smartphones nicht in den Leistungsmodus geschaltet und die wahren Benchmark-Ergebnisse kamen zum Vorschein. Das gleiche Prinzip hat auch Huawei verwendet.

Manipuliertes Ergebnis ist deutlich höher

Im Falle des Find X war das Ergebnis des Slingshot-Tests im Schummelmodus um 41 Prozent höher als bei normalem Betrieb. Der Test ist dabei identisch, die App gibt sich lediglich nicht als 3DMark aus.

Oppo hat auf Nachfrage von UL zugegeben, dass es einen solchen Leistungsmodus gibt. Dieser wird aktiviert, wenn das System eine leistungsfähige App erkennt, wie etwa einen Benchmarktest. Den Statuten von UL zufolge ist dies aber nicht erlaubt, weswegen die beiden Modelle aus der Liste entfernt wurden. Oppo will sein System verbessern, um durch für den Nutzer gedachte Leistungssteigerungen keine Benchmark-Apps zu beeinflussen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 22,99€
  2. (u. a. Zowie LED-Monitor 219,90€)
  3. (u. a. 64-GB-USB-Stick 9,99€, WD My Cloud EX2 Ultra 4 TB NAS 222,99€, SanDisk Extreme Portable...
  4. (u. a. Interstellar, Planet der Affen Survival, Alien Covenant, Deadpool)

backdoor.trojan 19. Okt 2018 / Themenstart

https://www.golem.de/news/smartphones-oneplus-und-meizu-schummeln-bei-benchmarks-1702...

budweiser 19. Okt 2018 / Themenstart

Kurzzeitig ja, auf lange Sicht nein.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Extreme - Test

Das X1 Extreme zeigt, dass auch größere Thinkpads gute Geräte sind. Es ist gerade in produktiven Anwendungen sehr flott und bringt die gewohnte Tastatur-Trackpoint-Kombination mit. Einziger Kritikpunkt: die träge Kühlleistung.

Lenovo Thinkpad X1 Extreme - Test Video aufrufen
E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
E-Mail-Verschlüsselung
"90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Ein Interview von Jan Weisensee

  1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
  2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

Aufbruch zum Mond: Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten
Aufbruch zum Mond
Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten

Hollywood-Romantiker Damien Chazelle (La La Land) möchte sich mit Aufbruch zum Mond der Person Neil Armstrong annähern, fördert dabei aber kaum Spannendes zutage. Atemberaubend sind wie im wahren Leben dagegen Armstrongs erste Schritte auf dem Mond, für die alleine sich ein Kinobesuch sehr lohnt - der Film startet am Donnerstag.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Solo - A Star Wars Story Gar nicht so solo, dieser Han
  2. The Cleaners Wie soziale Netzwerke ihre Verantwortung outsourcen
  3. Filmkritik Ready Player One Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

NGT Cargo: Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h
NGT Cargo
Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Güterzüge sind lange, laute Gebilde, die langsam durch die Lande zuckeln. Das soll sich ändern: Das DLR hat ein Konzept für einen automatisiert fahrenden Hochgeschwindigkeitsgüterzug entwickelt, der schneller ist als der schnellste ICE.
Ein Bericht von Werner Pluta


      •  /