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Benchmark: Apple und Nvidia schlagen manchmal Intels Core M

Nicht immer ist der neue Core M der beste Tablet-Chip. Die x86-Prozessorkerne sind zwar so schnell wie die besten ARM-Pendants, die Grafikeinheit aber hat abseits von DirectX so ihre Probleme.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit D3D9 im 3DMark ist der Core M schnell.
Mit D3D9 im 3DMark ist der Core M schnell. (Bild: Futuremark)

ARM gegen x86, Lizenzprodukt gegen selbst entwickelte Grafikeinheit: Nachdem wir Apples A8X und Nvidias Tegra K1 Denver sowie Intels Core M-5Y70 vermessen hatten, interessierte uns, welcher Chip der schnellste im Tablet-Segment ist. Einige Testprogramme funktionieren unter Android, iOS und Windows - theoretisch ideal, um Plattformen zu vergleichen.

  • Yoga 3 Pro, iPad Air 2, Nexus 9, Qualcomm MDP
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In der Praxis gestaltet sich das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Architekturen unter verschiedenen Betriebssystemen schwieriger als gedacht. Nicht immer ist gewährleistet, dass beispielsweise bestimmte Befehlssatzerweiterungen die Leistung erhöhen oder die Treiberqualität die Geschwindigkeit verringert.

Genau diese Problematik zeigt unser Vergleich: Die 64-Bit-Version von Geekbench nutzt unter Windows zwar SSE - aber kein AVX. Bei den ARM-Prozessoren A8X und Tegra K1 Denver hingegen wird deren Neon-FPU voll genutzt.

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Geht es um die Singlethread-Leistung, so liegen der A8X, der Core M-5Y70 und der Tegra K1 Denver im Geekbench nahezu gleichauf. Im Multithreading-Test setzt sich der A8X dank drei Kernen an die Spitze, Intels Core M ist trotz Hyperthreading nicht schneller als der Tegra K1 Denver oder Qualcomms Snapdragon 805.

Ganz anders im Physics-Test des 3DMark Ice Storm Unlimited: Dort erreicht der Core M-5Y70 mehr als doppelt so viele Punkte wie der Tegra K1 Denver, der hier von allen ARM-Chips am besten abschneidet. Wir vermuten starke Optimierungen auf die x86-Architektur, weswegen die ARM-Modelle weniger gut dastehen.

Ähnlich sieht es im Graphics-Test aus, der unter Windows mit Direct3D 9 läuft. Unter Android und iOS wird stattdessen die OpenGL-ES-2.0-Schnittstelle verwendet, die Treiber sind bei ARM-Chips auf dieses API optimiert.

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Unter Windows wird OpenGL selten eingesetzt, unter Linux oder Mac OSX hingegen ist die Schnittstelle stark verbreitet. Muss die Intel HD Graphics unter OpenGL statt unter Direct3D rechnen, kann sie mit Apples PowerVR- und Nvidias Kepler-Grafikeinheit nur noch bedingt mithalten. Egal ob die Manhattan- oder die T-Rex-Szene des GFX Benchmark: Apples A8X ist am schnellsten, gefolgt von Nvidias Tegra K1 Denver, Intels Core M-5Y70 und Qualcomms Snapdragon 805.

Die Rechengeschwindigkeit alleine sagt zugegebenermaßen wenig aus, die Leistungsaufnahme ist ebenfalls wichtig. Vom Core M-5Y70 wissen wir, dass er real knapp 6 Watt benötigt. Auch Nvidias Tegra K1 Denver und Apples A8X dürften deutlich unter 10 Watt an Leistung aufnehmen, genaue Werte liegen uns nicht vor.



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HubertHans 21. Nov 2014

Bist du beim 486er kleben geblieben? Seit wann ist der x86 Code sperrig bzw ueberhaupt...

meveric82 21. Nov 2014

Nicht wirklich, Strom verbrauchen die meisen ARM kisten bedeutend weniger als Intel oder...

meveric82 21. Nov 2014

Stimmt so nicht ganz, ich bin z.B. Mitglied in der ODROID Community, ähnlich wie beim...

NIKB 20. Nov 2014

V.a. hat der Core M eine TDP von 6 Watt, die Leistungsaufnahme kann deutlich drüber...

ms (Golem.de) 20. Nov 2014

Guter Einwand mit AVX, danke.


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