Gagarin fliegt ins All

Aber nicht in den Sümpfen Floridas: Der erste Mensch startete von der Steppe der kasachischen Sozialistischen Sowjetrepublik ins All. Am 12. April 1961 um 07:07 Uhr unserer Zeit hob vom Startplatz in Baikonur die Rakete Wostok-1 ab. An Bord war der erfahrene Testpilot Juri Gagarin.

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Die erste Stufe der Wostok-Rakete, die aus vier Boostern bestand, wurde nach knapp zwei Minuten abgetrennt. Die Stufen zwei und drei brachten Gagarin in die Umlaufbahn, die er etwa 14 Minuten nach dem Start erreichte. Die Raumfähre stieg bis auf ein Apogäum von 315 Kilometer über der Erdoberfläche auf. Wegen eine Fehlers lag der erdfernste Punkt des Orbits 70 Kilometer über dem geplanten Orbit.

Nur einmal umkreiste Gagarin den Globus. Er flog über Sibirien, den Pazifik, Afrika und das Schwarze Meer zurück in die Sowjetunion. Das Raumschiff landete im europäischen Teil der Sowjetunion, etwa 26 Kilometer südwestlich der an der Wolga gelegenen Stadt Engels.

Gagarin konnte aus dem Fenster schauen

Eine wissenschaftliche Mission gab es nicht. Gagarin behielt die Geräte an Bord der Kapsel im Blick und konnte aus dem Fenster schauen und die Erdoberfläche beobachten. Viel Zeit dafür hatte er jedoch nicht: Der ganze Flug dauerte knapp 110 Minuten.

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Damit hatten die USA ein weiteres Mal das Nachsehen im All und die Sowjetunion behielt die Nase vorn. Im Oktober 1957 hatten die Sowjets Sputnik-1 ins All geschossen, den ersten Satellit überhaupt - und damit die ungläubige westliche Welt schockiert. Noch im gleichen Jahr flog das erste Lebewesen ins All - die Hündin Laika. Der erste US-Satellit Explorer 1 startete erst am 1. Februar 1958.

Die Sowjetunion legte nach: Anfang 1959 flog Luna 1 zum Mond, verfehlte aber das Ziel, darauf aufzuschlagen. Das gelang mit Luna 2 einige Monate später. 1960 flogen mit Korabl-Sputnik 2 die Hunde Strelka und Belka sowie einige Mäuse und Ratten ins All und kehrten wohlbehalten zur Erde zurück.

Die Geschichte der Raumfahrt

Zwei Jahre nach Gagarin startete die erste Frau ins All. Auch sie stammte aus der Sowjetunion. Walentina Tereschkowa ist bis heute auch die einzige Frau, die eine Solomission ins All geflogen ist. 1965 flog Alexei Leonow als erster Mensch sein Raumschiff zu einem Weltraumspaziergang.

Erst im Juli 1969 konnten die Amerikaner mit der Mondlandung den Wettlauf ins All für sich entscheiden. Das erlebte der Raumfahrtpionier nicht mehr: Am 27. März 1968 starb Juri Gagarin bei einem Absturz mit einer MiG-15UTI.

Für die bemannte Raumfahrt bleibt der 12. April mit diesen beiden Ereignissen ein bedeutsames Datum.

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 Bemannte Raumfahrt: Der Tag, an dem Menschen ins All flogen
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