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Mobilfunk: 5G soll für Nutzer wie ein unbegrenztes System sein

Die Entwickler des Mobilfunks der 5. Generation wollen dem Nutzer das Gefühl eines Systems ohne Beschränkungen bieten: Ruckeln und Wartezeiten soll es laut den Experten von den Bell Labs nicht mehr geben.
/ Achim Sawall
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Alcatel-Lucent in Stuttgart (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Alcatel-Lucent in Stuttgart Bild: Achim Sawall/Golem.de

5G soll so entwickelt(öffnet im neuen Fenster) werden, dass der Nutzer sich fühlt, als würde er mit einem "unbegrenzten System" arbeiten. Das hat Volker Hilt, Head of Networked Services, am 14. Juli auf der Bell Labs Labtour von Alcatel-Lucent in Stuttgart gesagt. Dort stellten die Wissenschaftler Ergebnisse aus unterschiedlichen Bereichen wie 5G, Cloud im Mobilfunk und Glasfaser vor.

Bis 2020 soll die fünfte Generation des Mobilfunks marktreif sein. Im Vergleich zu den derzeitigen 4G-Mobilfunknetzen bietet 5G neben einer deutlich größeren Kapazität geringe Latenzzeiten von 10 bis weniger als einer Millisekunde. Der künftige 5G-Standard soll eine Datenübertragungsrate von 10 GBit/s bringen.

Bei Videos soll es keine Pufferzeiten, bei Videokonferenzen keine Wartezeit und bei Screen Sharing keine Verpixelung geben. "Der Nutzer soll sich fühlen, als ob er direkt neben einem Rechenzentrum sitzen würde. Wir arbeiten an einem Netzwerk und an Algorithmen, die die Ressourcenknappheit verschwinden lassen."

Kapazität im Vorfeld anpassen

Virtuelle Maschinen sollen in der Gesamtheit betrachtet und ganze Dienste skaliert werden, nicht die einzelne virtuelle Maschine. Wenn etwas Neues passiert, werde dies in die Skalierung einbezogen: Zum Beispiel könnten bei einem starken Sturm Notrufe erwartet werden. "Dafür wollen wir die Kapazität im Vorfeld anpassen, also beispielsweise den Wetterbericht mit einbeziehen" , erklärte Hilt an einem Prototyp der Bell Labs.

Er führte vor, wie bei Veränderungen der Kapazitätskurve virtuelle Maschinen gestartet werden. Diese virtuellen Maschinen greifen auf reale Maschinen in den Rechenzentren zu, auf denen Telefonie- und Video-Services gefahren werden.

Hilt sagte, man wolle nicht warten, bis ein Kapazitätsengpass eintrete. Wenn die Last ansteige, sei die Kapazität bereits von analytischen Algorithmen skaliert, lange bevor sie gebraucht werde.

Hilt sagte Golem.de: "Prinzipiell sind diese Dienste mit den beschriebenen Eigenschaften natürlich über 5G-Netze abrufbar. Aber grundsätzlich geht es bei uns generell um virtualisierte Dienste, wie sie im Mobil- und Festnetzbereich angeboten werden."


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