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Bell Labs: Bisher ist noch keine 5G Ende-zu-Ende-Vorführung gelungen

Bisher hat noch kein Mobilfunkausrüster mit 5G eine Ende-zu-Ende-Vorführung geschafft. Der Standard für das Supernetz ist noch lange nicht fertig, doch es gibt große Fortschritte.

Artikel veröffentlicht am ,
Bei den Bell Labs in Stuttgart
Bei den Bell Labs in Stuttgart (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Bis jetzt habe noch kein Netzwerkausrüster eine komplette Ende-zu-Ende-Demonstration für 5G zeigen können, hat Hans-Peter Mayer, Head of Next Generation Wireless bei Alcatel-Lucent erklärt. "Wir befinden uns in der zweiten Forschungsphase zu 5G, die Standardisierungsphase beginnt im nächsten Jahr", führte er am 14. Juli 2015 auf der Bell Labs Labtour aus, wo Wissenschaftler Ergebnisse aus unterschiedlichen Bereichen wie 5G, Cloud im Mobilfunk und Glasfaser vorstellten.

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Zudem kämen immer wieder neue Industriepartner hinzu, die ihre Anforderungen in den Prozess einbrächten. Der Standard 5G soll im Jahr 2020 fertig sein. Die Industrie wolle mobile Verbindungen für die Maschinensteuerung. Andere wollten, dass bis zu 500 Stundenkilometer schnelle Vehikel unterstützt würden.

5G zieht Lehren aus 4G

Was der Ausrüster bei 5G besser mache, sei aus den Lehren aus 4G entstanden. "Es geht darum, ein Ende-zu-Ende-Netz für vollkommen verschiedene Dienste zu realisieren", sagte Mayer. 4G sei für mobiles Internet geschaffen worden, nur die Latenz sei effizienter als bei 3G. Die Idee bei 5G sei die Konfigurierbarkeit durch das ganze Netz hindurch.

Mayer zeigte den Prototyp einer 5G-Sende- und Empfangseinheit, die die neue Wellenform Universal-Filtered OFDM (UF-OFDM) verwendet, um Informationen zu übertragen und noch mit 2,56 GHz arbeitet. "Die 5G UF-OFDM Wellenform wurde für 5G neu entwickelt. Wir werden sie als Vorschlag in die Standardisierung einbringen." Es handele sich um eine Eigenentwicklung von Bell Labs. Das Forschungsunternehmen gehörte in seiner langen Geschichte bereits zu AT&T, gegenwärtig zu Alcatel-Lucent und wird künftig zu Nokia gehören.

Mayer und sein Team demonstrierten, dass die Wellenform, die in heutigen LTE-Netzen für die Datenübertragung in einem Funkkanal genutzt wird, Breitbandverkehr von Smartphones und Schmalbandverkehr von vernetzten Sensoren nicht gleichermaßen gut übertragen kann.

Die kurze "Zwischenmeldung" eines Sensors störte den gleichzeitig laufenden Videofilm massiv. "LTE wurde auf Smartphones und Tablets ausgerichtet, nicht für vernetzte Sensoren. Mit dem Internet der Dinge erwarten wir aber eine enorme Zunahme des Sensorenverkehrs. Der benötigt in der Regel geringe Bandbreiten, aber teilweise sehr niedrige Latenzzeiten wie im vernetzten Auto." 5G müsse deshalb so ausgelegt werden, dass das Mobilfunknetz toleranter mit den unterschiedlichen Anforderungen von Breitband- und Sensorenverkehr umgehen könne und die Nutzer keine Störungen erlebten.



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Auf 'ne Cola 14. Jul 2015

interessant, es gibt's tatsächlich noch Leute, die die Artikel auch lesen :D


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