Beitragsservice: Weiter viele Vollstreckungen des Rundfunkbeitrags

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio nahm 8,1 Milliarden Euro ein.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Sitz des Beitragsservice
Der Sitz des Beitragsservice (Bild: Beitragsservice)

Die Anzahl der Verweigerer des Rundfunkbeitrags ist weiter sehr hoch. Das geht aus dem Jahresbericht 2020 des Beitragsservice von ARD ZDF Deutschlandradio hervor, der am 15. Juni 2020 vorgelegt wurde. Zum Jahresende 2020 befanden sich rund 3,28 Millionen der insgesamt rund 45,9 Millionen Konten des Rundfunkbeitrags in einer Mahnstufe oder in der Vollstreckung. Dies ist ein Rückgang: Im Jahr davor waren es rund 3,57 Millionen.

Insgesamt wurden im Jahr 2020 rund 17,71 Millionen Maßnahmen im Forderungsmanagement - von Zahlungserinnerungen bis hin zu Mahnungen - verschickt. Im Vorjahr waren es 18,94 Millionen Maßnahmen. Rund 1,17 Millionen davon waren Vollstreckungsersuchen, ein Plus von 3,52 Prozent. "Die Vollstreckungsbehörden handeln in den meisten Bundesländern eigenständig und sind nicht verpflichtet, die Rundfunkanstalten als Gläubiger zu informieren oder Maßnahmen mit den Rundfunkanstalten oder dem Beitragsservice abzusprechen. Insofern liegen uns auch keine Zahlen zu den gewählten Vollstreckungsmaßnahmen vor", sagte Beitragsservice-Sprecher Dennis Sponholz Golem.de auf Anfrage.

Die Erträge aus Rundfunkbeiträgen stiegen im Jahr 2020 um 0,5 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Die Beitragshöhe pro Haushalt liegt bei monatlich 17,50 Euro.

Rundfunkbeitrag: Intendanten mit hohem Einkommen

Der Beitrag wird seit dem Jahr 2013 von jedem "beitragsschuldigen Inhaber" einer Wohnung erhoben, egal ob und wie viele Rundfunkgeräte vorhanden sind: Pro Wohnung fällt ein Rundfunkbeitrag an. Während in der Vergangenheit viele Zahlungsverweigerer das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender einfach nicht nutzen wollten, haben sich inzwischen viele Rechtsextreme wie Reichsbürger unter die Verweigerer gemischt.

Rund 7,96 Milliarden Euro gingen an ARD, ZDF und Deutschlandradio. Davon entfällt der Großteil auf die neun ARD-Anstalten mit rund 5,7 Milliarden Euro, das ZDF folgt mit rund 2 Milliarden Euro und Deutschlandradio mit knapp 232 Millionen. Zudem erhielten die Landesmedienanstalten rund 153 Millionen Euro. Mit einer Grundsumme von rund 395.000 Euro Jahresgehalt war WDR-Intendant Tom Buhrow im Jahr 2019 laut Statista am besten bezahlt. Der Intendant des BR verdiente mit einem Jahresgehalt von 388.000 Euro am zweitmeisten, gefolgt vom Intendanten des NDR mit einem Grundjahresgehalt von 365.000 Euro.

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Dieselente 16. Jun 2021

Wenn schon mit Streaming vergleichen dann bitte mit richtigen Streaming und nicht...

mxcd 16. Jun 2021

Weswegen wird in Deutschland das Gehalt öffentlich bezahlter Angestellter nicht begrenzt...

Oktavian 16. Jun 2021

Du machst mir Angst.

Megusta 16. Jun 2021

natürlich ist es ungerecht, wo während der Corona viele Unternehmen geschlossen hatten...



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