Beirat: CDU/CSU will "5G-Ausbau gerade auf dem Land"

Die Vizevorsitzenden der Unionsfraktion haben sich hinter die weitgehenden Ausbauverpflichtungen für 5G gestellt. Der Netzausbau könne sich nicht mehr nur an der Wohnbevölkerung orientieren, heißt es.

Artikel veröffentlicht am ,
5G-Antennen von Huawei auf einer Messe
5G-Antennen von Huawei auf einer Messe (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Unionsfraktion hat in einer gemeinsamen Erklärung der beiden stellvertretenden Vorsitzenden Ulrich Lange (CSU) und Nadine Schön (CDU) hohe Auflagen für den Aufbau von 5G-Netzen betont. Über die Konzeption des Beirats der Bundesnetzagentur für die Vergabe der 5G-Frequenzen wurde zuvor in den Medien berichtet. Treibende Kraft soll die CSU sein, die sich im Wahlkampf befindet.

Lange sagte: "Die nächste Mobilfunkgeneration (5G) muss gerade in den ländlichen Regionen zuverlässig ausgebaut werden. Der Netzausbau darf sich nicht mehr nur an der Wohnbevölkerung orientieren. Wir brauchen 5G-Netze auch entlang aller Verkehrswege. Dazu bedarf es strenger und präziser Ausbauauflagen für die Mobilfunknetzbetreiber, detaillierter Kontrolle und wenn es sein muss Zwangsgelder, sobald es nicht klappt." Entlang der Schienenstrecken benötigten die Mobilfunknetze die entsprechende Kapazität, um eine ordentliche Internetnutzung während der Bahnfahrt zu ermöglichen.

CDU: Regionen mit schlechter Versorgung

"Wir brauchen eine zukunftsfähige Mobilfunkanbindung in der Stadt und auf dem Land - das gilt auch für 5G", betonte Schön. Die Mobilfunkbetreiber hätten die 2G-, 3G- und 4G-Netze in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. "Dennoch gibt es noch immer Regionen mit schlechter Versorgung, Mobilfunkabbrüchen und Funklöchern. Insbesondere entlang von Straßen und Schienen ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Daraus müssen wir für den zukünftigen Mobilfunkstandard 5G lernen." Neben der Versorgung der Haushalte müsse 5G daher entlang von Verkehrswegen möglichst weitgehend ausgebaut werden.

Die Beiratsmitglieder aus den Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und auch SPD verlangen, dass das 5G-Netz in wenigen Jahren 98 Prozent aller deutschen Haushalte erreiche und die Datenübertragungsraten verdreifacht würden. Die Versteigerung der Frequenzen bei 2 Gigahertz und 3,6 Gigahertz wurde von der Bundesnetzagentur angeordnet.

Es soll eine "verpflichtende 5G-Netzabdeckung" für Kreis- und Gemeindestraßen geben. Neben ICE-Strecken sollen IC-, Regional- und S-Bahn-Strecken "verpflichtend" versorgt werden. Das 5G-Netz soll zudem für den ländlichen Raum und die Landwirtschaft nutzbar sein. Ein paralleler Ausbau sei in bestimmten Bereichen "volkswirtschaftlich nicht sinnvoll", was nationales Roaming erfordern würde. Wenn die Ausbauziele nicht erreicht werden, soll es einen "abgestuften Sanktionskatalog" geben, der Zwangsgelder und den Entzug der bundesweiten Lizenzrechte vorsieht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


/mecki78 27. Jun 2018

Wo habe ich etwas anderes behauptet? Ich habe gesagt 5G kann keine großen Zellen haben...

M.P. 27. Jun 2018

Und schon sagt der Kanzleramtschef

M.P. 27. Jun 2018

Nein - es geht um die Übertragungskapazität der einzelnen Funkzelle... Durch höhere...

M.P. 27. Jun 2018

Natürlich hängt die Latenz auch mit der Höhe des Orbits des genutzten Satelliten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
T-1000
Roboter aus Metall kann sich verflüssigen

Ein Team aus den USA und China hat einen Roboter entwickelt, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und zurück ändern kann.

T-1000: Roboter aus Metall kann sich verflüssigen
Artikel
  1. Apple: MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler
    Apple
    MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler

    In den neuen MacBook Pro mit M2 Pro und M2 Max sitzen kleinere Kühlkörper. Der Grund sind Probleme in der Lieferkette.

  2. Trotz Exportverbot: Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware
    Trotz Exportverbot
    Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware

    An Chinas wichtigstes Kernforschungszentrum darf seit 25 Jahren keine US-Hardware geliefert werden. Dennoch nutzt es halbwegs aktuelle Xeons und GPUs.

  3. Virtualisieren mit Windows, Teil 3: Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V
    Virtualisieren mit Windows, Teil 3
    Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V

    Hyper-V ist ein Hypervisor, um VMs effizient verwalten zu können. Trotz einiger weniger Schwächen ist es eine gute Virtualisierungssoftware, wir stellen sie in drei Teilen vor. Im letzten geht es um Betrieb und Pflege der VMs.
    Eine Anleitung von Holger Voges

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PCGH Cyber Week - Rabatte bis 50% • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • MindStar-Tiefstpreise: MSI RTX 4090 1.982€, Sapphire RX 7900 XT 939€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% • XFX Radeon RX 7900 XTX 1.199€ • Kingston 2TB 112,90€ • Nanoleaf bis -25% [Werbung]
    •  /