Beirat: Bundesnetzagentur versäumt Meldung von Funklöchern

Ein Beirat der Bundesnetzagentur hält den Kurs der Behörde für zu vorsichtig.

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Netzausbau der Deutschen Telekom
Netzausbau der Deutschen Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Bundesnetzagentur versäume es seit Monaten, Angaben zu den Funklöchern im Mobilfunknetz zu veröffentlichen. Das erklärte Ulrich Lange (CSU), der im Beirat der Bundesnetzagentur sitzt, am 4. Mai 2020. Am heutigen Montag legen die Chefs der Mobilfunkanbieter ihren Funkloch-Bericht vor. Die Behörde müsse ihre seit Monaten geltenden neuen Kompetenzen nutzen und die Schwerpunkte im Netz aufdecken, an denen es immer wieder zu Verbindungsabbrüchen komme. "Nur wer die Schwachstellen im Netz kennt, kann sie beseitigen. Hier ist seit Monaten nichts passiert", sagte Lange.

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Laut den Worten von Lange sei die Verschleppungstaktik der Mobilfunknetzbetreiber unverantwortlich. "Wer behauptet, er habe alle seine Hausaufgaben richtig gemacht und gleichzeitig eine Fristverlängerung von einem Jahr verlangt, kann auf kein Verständnis hoffen."

Der scheidende Deutschland-Chef der Telekom, Dirk Wössner, hatte im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt: "Ich kann die Ungeduld verstehen. Nur hilft es nicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen oder über Sanktionen zu reden. Das löst nicht das Problem. Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt."

An der ICE-Strecke Frankfurt rissen Verbindungen ab, aber der Telekom werde die Genehmigung für eine neue Funkstation im angrenzenden Stadtwald verweigert, betonte Wössner. Entlang der Verkehrswege werde die Erreichung der Ziele für die Telekom sehr schwierig. Dafür müssten 422 neue Anlagen an Autobahnen und an den ICE-Strecken gebaut werden, was noch viel Abstimmung mit den Behörden und mit der Deutschen Bahn erfordere.

Die Politik habe laut Lange beispielsweise schon vor Jahren intensivere Zusammenarbeit beim Netzausbau im ländlichen Raum gefordert. "Die Netzbetreiber schwenken spät auf diesen Pfad ein und haben damit aus wettbewerbstaktischen Gründen viel Zeit verschenkt." Das gehe zulasten der Kunden gerade im ländlichen Raum.

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jones1024 04. Mai 2020

Die tun doch schließlich nichts. Lasst sie einfach die Gehälter kassieren und uns...


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