• IT-Karriere:
  • Services:

Beim Raketenflug: Anhänger der Flache-Erde-Theorie tödlich verunglückt

Er sagte von sich gern, er sei ein Draufgänger. Seine Tollkühnheit ist Mike Hughes zum Verhängnis geworden: Er starb bei einem Flug mit seiner selbst gebauten Rakete.

Artikel veröffentlicht am ,
Start von Mike Hughes' Rakete: Ersatzfallschirm wurde nicht ausgelöst.
Start von Mike Hughes' Rakete: Ersatzfallschirm wurde nicht ausgelöst. (Bild: Twitter/Screenshot: Golem.de)

Mike Hughes ist bei einem Flug mit seiner selbst gebauten Rakete ums Leben gekommen. Hughes, der auch Mad Mike genannt wurde, wollte bis auf etwa 1.500 Meter aufsteigen. Doch schon beim Start sei es zu einem Problem gekommen, sagte ein Augenzeuge der Tageszeitung Los Angeles Times: Der Fallschirm, der den Abstieg bremsen sollte, riss ab. Hughes soll zwar eine oder mehrere Ersatzfallschirme an Bord gehabt haben, diese öffneten sich aber nicht. Der Augenzeuge glaubt, Hughes sei bewusstlos gewesen und habe deshalb keinen Fallschirm mehr öffnen können.

Stellenmarkt
  1. PSI Software AG Geschäftsbereich PSI Energie EE, Aschaffenburg
  2. Klinikum Esslingen GmbH, Esslingen

Auf einem bei Twitter veröffentlichten Video ist zu sehen, wie der Fallschirm unmittelbar nach dem Start abreißt und die Rakete dadurch von ihrer vorgesehenen Bahn abweicht. Sie beschreibt einen Bogen, stürzt zur Erde und schlägt dann ungebremst auf. Der Absturzort war einen knappen Kilometer von der Startrampe entfernt.

Hughes war bereits 2018 erstmals mit seiner dampfgetriebenen Rakete gestartet. Damals war er 570 Meter hoch aufgestiegen. Schon dieser Flug war nicht reibungslos abgelaufen: Die Rakete schlug hart auf der Erde auf und Hughes verletzte sich bei der Landung. 2019 kündigte er an, mit einer reparierten und weiterentwickelten Rakete einen Versuch wagen zu wollen, bei dem er bis zu einer Höhe von 1.500 Metern aufsteigen wollte.

Hughes war ein sogenannter Flat Earther, ein Anhänger der Theorie, dass die Erde eine Scheibe ist. Allerdings sagte er 2019 dem auf Raumfahrtthemen spezialisierten US-Nachrichtenangebot Space.com, es sei ihm nie darum gegangen, seine Theorie zu überprüfen. Die Form der Erde habe aber nichts mit seinem Vorhaben zu tun. Er sei einfach "ein Draufgänger."

Darren Shuster, der sich der Los Angeles Times als Hughes' Sprecher identifizierte, sagte der Zeitung allerdings, er habe Hughes nicht für einen Flat Earther gehalten. Das sei nur ein PR-Gag gewesen, um Sponsoren und die Öffentlichkeit auf dessen Aktionen aufmerksam zu machen. Hughes selbst hatte vor dem Start im Gespräch mit der US-Nachrichtenagentur Associated Press betont, dass er glaube, die Erde sei flach.

Ein Kamerateam des US-Sender Science Channel war bei dem Flug anwesend. Er sollte für eine Serie mit dem Titel Homemade Astronauts dokumentiert werden. Es sei Hughes Traum gewesen, diesen Start durchzuführen und man sei dort gewesen, um das filmen, twitterte der Science Channel.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 18,69€
  2. (u. a. Star Wars: Squadrons für 29,99€, Star Wars Jedi: Fallen Order für 29,99€, Star Wars...
  3. 21,99€

plutoniumsulfat 03. Mär 2020

Wenn man andere davon überzeugt, sieht das anders aus.

plutoniumsulfat 26. Feb 2020

Diese Letalitätsrate ist aber nicht allein auf das Versagen des Fallschirms...

Hotohori 26. Feb 2020

Na dafür haben sie ja schon die Ausrede, dass am Rand die Antarktis wäre. Allerdings...

aLpenbog 26. Feb 2020

Keine Ahnung um welche ISS Stream es geht. Ich hatte mal auf Youtube so Live Kram...

MickeyKay 26. Feb 2020

Ja, sind sie. In diesem Fall. Und damit auf jeden Fall interessant! Auch Elon Musk mit...


Folgen Sie uns
       


SSD vs. HDD: Die Zeit der Festplatte im Netzwerkspeicher läuft ab
SSD vs. HDD
Die Zeit der Festplatte im Netzwerkspeicher läuft ab

SSDs in NAS-Systemen sind lautlos, energieeffizient und schneller: Golem.de untersucht, ob es eine neue Referenz für Netzwerkspeicher gibt.
Ein Praxistest von Oliver Nickel

  1. Firecuda 120 Seagate bringt 4-TByte-SSD für Spieler

Pinephone im Test: Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler
Pinephone im Test
Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler

Mit dem Pinephone gibt es endlich wieder ein richtiges Linux-Telefon, samt freier Treiber und ohne Android. Das Projekt scheitert aber leider noch an der Realität.
Ein Test von Sebastian Grüner

  1. Linux Mehr Multi-Touch-Support in Elementary OS 6
  2. Kernel Die Neuerungen im kommenden Linux 5.9
  3. VA-API Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

Ausprobiert: Meine erste Strafgebühr bei Free Now
Ausprobiert
Meine erste Strafgebühr bei Free Now

Storniert habe ich bei Free Now noch nie. Doch diesmal wurde meine Geduld hart auf die Probe gestellt.
Ein Praxistest von Achim Sawall

  1. Gesetzentwurf Weitergabepflicht für Mobilitätsdaten geplant
  2. Personenbeförderung Taxibranche und Uber kritisieren Reformpläne

    •  /