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Bei Windows Update gelöscht: Keine Killer-Treiber mehr für gefälschte FTDI-Chips

Das Unternehmen FTDI hat den umstrittenen Windows-Treiber für seine Bausteine zurückgezogen. Die Software konnte die zahlreichen Nachbauten der Chips unbrauchbar machen. Bald soll eine neue Version erscheinen.
/ Nico Ernst
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FTDI-Breakout-Board (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
FTDI-Breakout-Board Bild: Alexander Merz/Golem.de

Der Treiber für die weit verbreiteten Schnittstellenbausteine des Unternehmens FTDI wird nicht mehr per Windows Update verteilt. Dies hat der Hersteller in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben. Die bisherige Version 2.12.0 der Software war darauf ausgelegt, Fälschungen der Chips durch eine Änderung ihrer USB-ID (PID) unbrauchbar zu machen.

Diese Nachbauten sind offenbar sehr weit verbreitet, wie zahlreiche Beschwerden von Nutzern in Foren und Blogs nahelegen. Dort wird auch von "Killer-Treibern" gesprochen. Da die Fälschungen sich als FTDI-Chips ausgeben, wurde unter Windows bisher auch automatisch der Treiber des Originalherstellers installiert. Besonders beliebt sind die Chips bei Adapterplatinen für Bastelrechner wie Arduino und Raspberry Pi, wo sie die serielle RS232-Schnittstelle der Entwicklerplatinen per USB zugänglich machen.

FTDI ist der Meinung, seine "Absichten sind ehrenhaft" gewesen. Sorgen macht sich das Unternehmen nicht etwa um deaktivierte Hardware, sondern darum, dass es "Bedenken bei den eigenen Kunden" gegeben habe. Offensichtlich fürchtet es also einen Imageverlust. Dass sich die abgeschalteten Chips auch wiederbeleben lassen(öffnet im neuen Fenster), erwähnt FTDI in seinem Blogbeitrag nicht.

In der kommenden Woche will der Hersteller einen neuen Treiber veröffentlichen, der auf bisher nicht bekannte Weise auch gegen Fälschungen der Chips vorgehen soll. Das, so FTDI, werde aber "auf einem nichtinvasiven Weg" erfolgen, der die Hardware nicht verändert. Denkbar ist angesichts dieser Formulierung, dass die Treiber einen Hinweis anzeigen, wenn sie einen nicht lizenzierten Nachbau der FTDI-Chips entdecken.


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