Bei Paris: Macron und bin Salman planen Dragon-Ball-Freizeitpark
Eine gemeinsame Begeisterung für Dragon Ball Z soll den Anstoß für eines der größten europäischen Freizeitparkprojekte seit Disneyland Paris gegeben haben: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Saudi-Arabiens Machthaber Mohammed bin Salman haben Pläne für drei neue Themenparks bei Paris vorgestellt. Insgesamt sollen rund 6 Milliarden Euro investiert werden.
Wie Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf den Élysée-Palast berichtet, geht das Projekt auf ein Treffen der beiden Politiker im Dezember 2024 in Riad zurück.
Dabei hätten Macron und Mohammed bin Salman ihre gemeinsame Begeisterung für Manga und insbesondere Dragon Ball Z entdeckt. Daraus seien Gespräche über einen entsprechenden Freizeitpark in Frankreich entstanden.
Die Parks sollen in Cergy-Pontoise rund 30 Kilometer nordwestlich von Paris entstehen. Hinter dem Projekt steht die Qiddiya Investment Company, eine Tochter des saudischen Staatsfonds PIF. Frankreich und Saudi-Arabien unterzeichneten dazu eine Absichtserklärung. Nach Angaben des Élysée könnten über 22.000 Arbeitsplätze entstehen.
Bin Salman hielt sich anlässlich des Esports World Cup in Paris auf. Saudi-Arabien investiert seit Jahren Milliarden in Sport, Gaming und Unterhaltung. Kritiker sehen darin auch den Versuch, mit solchen Großprojekten vom autoritären Regierungssystem und schweren Menschenrechtsverletzungen abzulenken.
Einen Termin für den Baustart oder die Eröffnung der neuen Parks gibt es bislang nicht. Die Entwicklung soll schrittweise über mehrere Jahre erfolgen. Die Themen der beiden anderen Parks sind noch offen. Die genannten 6 Milliarden Euro beziehen sich auf das Gesamtprojekt.
In Saudi-Arabien entsteht schon ein Dragon-Ball-Park
Qiddiya baut bereits bei Riad einen Dragon-Ball-Freizeitpark. Auf mehr als 500.000 Quadratmetern sind sieben Themenbereiche und über 30 Attraktionen geplant, darunter eine rund 70 Meter hohe Shenron-Achterbahn.
Dafür arbeitet Qiddiya langfristig mit einem der zentralen Rechteinhaber zusammen, dem japanischen Filmstudio Toei Animation; eine entsprechende Beteiligung am französischen Projekt ist bislang nicht bekannt.
Dragon Ball stammt vom 2024 gestorbenen Mangaka Akira Toriyama und startete 1984 als Manga. Die Abenteuer des Kämpfers Son Goku wurden später als Anime, Kinofilme und Videospiele weltweit erfolgreich; der Manga verkaufte sich mehr als 250 Millionen Mal.


