• IT-Karriere:
  • Services:

Behördenfunk: Bundesinnenministerium will unbedingt 450 MHz-Frequenzen

Die Minister Horst Seehofer und Peter Altmaier streiten um die Zuteilung der 450-MHz-Frequenzen. Der Innenminister will die Blaulichtorganisationen versorgen, der Bundeswirtschaftsminister die Energiewirtschaft.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) (Bild: Bundeswirtschaftsministerium)

Im Streit mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) um Mobilfunkfrequenzen gibt sich das Bundesinnenministerium kompromisslos. Der Bedarf von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten "an sicherer und hochverfügbarer Datenkommunikation steht außer Frage", schreibt das Innenministerium in einem internen Vermerk, der dem Handelsblatt vorliegt. Eine Alternative gebe es nicht: "450 MHz ist der langfristig einzig sinnvolle und mögliche Frequenzbereich."

Stellenmarkt
  1. Dentsply Sirona, The Dental Solutions Company(TM), Bensheim bei Darmstadt
  2. Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München

Die 450-MHz-Frequenzen sind noch bis Ende des Jahres zu vergeben. Die Bundesnetzagentur hat eine Neuvergabe eingeleitet. Die 450-MHz-Frequenzen sind langwellig, brauchen nur wenige Funkmasten und haben eine hohe Gebäudedurchdringung.

Ausfallsicherheit sei mit der Nutzung der kommerziellen Netze nicht zu erreichen. Zudem sei die Netzabdeckung der Mobilfunkanbieter nicht ausreichend. "Derzeit sind circa 15 Prozent der Fläche unterversorgt", bemängelte das Innenministerium. Sollte sich das Wirtschaftsministerium im Streit um die Frequenzen durchsetzen, "droht eine langfristige, bundesweite Fähigkeitslücke".

Der Tetra-Digitalfunknetz liefert derzeit Spitzenwerte von 28,8 KBit/s. Es seien "erhebliche Zweifel angebracht", dass die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) der Energiewirtschaft bis Ende 2021 ein funktionsfähiges Netz zur Mitbenutzung zur Verfügung stellen könne, hatten die Versorger zuvor erklärt.

Altmaier dagegen argumentiert, dass es für das Gelingen der Energiewende wichtig sei, dass die Energiewirtschaft Zugriff auf die zum Jahreswechsel frei werdenden 450-MHz-Frequenzen erhält.

Dazu merkt das Innenministerium an: Die "Energiewirtschaft hat Alternativen". Ihre Anwendungen seien nicht "einsatzkritisch" und "könnten über andere Technologien kommunizieren". Auf Fachebene konnte die Kontroverse nicht gelöst werden. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen sollen jetzt die Minister Altmaier und Seehofer persönlich einen Ausweg finden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 23,99€
  2. (u. a. Persona 4 - Golden Deluxe Edition für 14,99€, Bayonetta für 4,99€, Catherine Classic...
  3. (u. a. Green Hell für 6,99€, Dead by Daylight für 5,49€, Dying Light - The Following Enhanced...

nicoledos 12. Feb 2020

Wie gut das Zeug ist, ist eine Sache für sich. Bundesweit wird jetzt für BOS auf TETRA...

Michael H. 12. Feb 2020

Dürfen Kraftwerke etc. überhaupt ans öffentliche Netz? Also so sicherheitstechnisch. Ich...

Crogge 11. Feb 2020

kwT.


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Vergleich

Wir haben Sonys neuen WH-1000XM4 bei der ANC-Leistung gegen Sonys alten WH-1000XM3 und Boses Noise Cancelling Headphones 700 antreten lassen.

ANC-Kopfhörer im Vergleich Video aufrufen
Mario Kart Live im Test: Ein Klempner, der um Konsolen kurvt
Mario Kart Live im Test
Ein Klempner, der um Konsolen kurvt

In Mario Kart Live (Nintendo Switch) fährt ein Klempner durchs Wohnzimmer. Golem.de hat das Spiel mit einem Konsolen-Rennkurs ausprobiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Nintendo Entwickler arbeiten offenbar an 4K-Updates für Switch Pro
  2. Nintendo Switch Mario Kart Live schickt Spielzeugauto auf VR-Rennstecke
  3. 8bitdo Controller macht die Nintendo Switch zum Arcade-Kabinett

iPad Air 2020 im Test: Apples gute Alternative zum iPad Pro
iPad Air 2020 im Test
Apples gute Alternative zum iPad Pro

Das neue iPad Air sieht aus wie ein iPad Pro, unterstützt dasselbe Zubehör, kommt mit einem guten Display und reichlich Rechenleistung. Damit ist es eine ideale Alternative für Apples teuerstes Tablet, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablet Apple stellt neues iPad und iPad Air vor

The Secret of Monkey Island: Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!
The Secret of Monkey Island
"Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


      •  /