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Behörden: Berliner Gerichte kämpfen mit Computerproblemen

Das interne Netzwerk der Behörden scheint derzeit überlastet zu sein. Daher kommt es zu Ausfällen. 40 Menschen arbeiten an einer Lösung.
/ Oliver Nickel
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In Berliner Gerichten ist das Netzwerk beeinträchtigt. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
In Berliner Gerichten ist das Netzwerk beeinträchtigt. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de / CC0 1.0

Im Berliner Kammergericht und Landgericht kommt es derzeit zu Problemen mit der IT-Infrastruktur. Angestellte können ihre Arbeits-PCs offensichtlich nicht richtig benutzen. "Die Störung betrifft verschiedene Dienste und Komponenten und führt bei den Anwendern zu kurzfristigen temporären Nutzungseinschränkungen, wie etwa einem 'Einfrieren des Bildschirms' oder der Trennung der Netzwerkverbindung" , berichtet Sprecher Sebastian Brux dem lokalen Fernseh- und Rundfunksender rbb(öffnet im neuen Fenster) . Auch die Zeitung Berliner Morgenpost(öffnet im neuen Fenster) berichtet über die Probleme mit dem Intranet.

Das Problem scheint nicht an den Clients selbst, sondern an der Netzwerkinfrastruktur der Behörde zu liegen. Nicht reagierende Programme lassen sich dadurch erklären, dass es zu hohen Latenzen und Verbindungsabbrüchen bei intern gehosteten Netzwerkapplikationen und Datei-Shares kommt. Allerdings seien Laptops, die sich per VPN in das System einwählen, davon nicht betroffen. Durch alternative Lösungen für Protokollanten können wohl auch Gerichtsverhandlungen weiterhin wie gehabt durchgeführt werden. Auch weichen einige Mitarbeiter der Behörden derzeit auf nicht vernetzte Computer aus, die von der Störung nicht betroffen sind.

40 Menschen arbeiten an der Lösung

Vor einer Woche hatte das zuständige IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) ein Sicherheitsupdate aufgespielt. Die Organisation sieht darin eine mögliche Ursache des Problems. Zurzeit arbeitet das ITDZ wohl mit einem 40-köpfigen Team an einer Lösung des Problems. Ein Hackerangriff oder Schadsoftware sei diesmal nicht für die Störungen verantwortlich. Dies war im Jahr 2019 noch der Fall gewesen.

Das Kammergericht verwendet seit April 2020 500 neue Computer, die auch aufgrund des Support-Endes von Windows 7 und wegen der Probleme durch Schadsoftware angeschafft wurden.


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