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Behörde warnt: Linux-Systeme werden über Kernel-Lücken attackiert

Security-Alert
Die Cisa warnt vor laufenden Angriffen auf Linux-Systeme über drei gefährliche Sicherheitslücken in Kernel-Komponenten. Korrekturen sind verfügbar.
/ Marc Stöckel
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Angreifer haben es auf Linux-Systeme abgesehen. (Bild: pexels.com / Pixabay)
Angreifer haben es auf Linux-Systeme abgesehen. Bild: pexels.com / Pixabay

Die US-Cybersicherheitsbehörde Cisa hat Angriffswarnungen für drei gefährliche Sicherheitslücken im Linux-Kernel herausgegeben. Zwei dieser Lücken sind schon seit rund einem Jahr öffentlich bekannt, die dritte seit etwa drei Monaten. Alle drei Lücken werden nach Angaben(öffnet im neuen Fenster) der Cisa(öffnet im neuen Fenster) inzwischen aktiv ausgenutzt. Die Behörde hat sie daher in ihren KEV-Katalog (known exploited vulnerabilities) aufgenommen.

Die jüngste der drei Sicherheitslücken ist als CVE-2026-53266(öffnet im neuen Fenster) registriert und erreicht einen hohen Schweregrad (CVSS: 8,8). Betroffen ist laut einer Meldung des Softwareherstellers Red Hat(öffnet im neuen Fenster) das Netfilter-Bridge-Ebtables-Snat-Modul des Linux-Kernels.

Den Angaben zufolge können Angreifer mit lokalem Zugriff auf Linux-Systemen mit speziellen Bridge-Netfilter-Regeln durch manipulative Eingriffe in den Speicher ihre Rechte ausweiten, einen DoS-Zustand (Denial of Service) hervorrufen oder anderweitig ein unerwartetes Systemverhalten herbeiführen.

Weitere Angriffsszenarien

Eine weitere ausgenutzte Linux-Lücke ist als CVE-2025-39682(öffnet im neuen Fenster) registriert und erreicht mit einem CVSS-Wert von 9,8 einen kritischen Schweregrad. In diesem Fall ist die Verarbeitung von TLS-Daten betroffen(öffnet im neuen Fenster), insbesondere wenn diese eine Datenlänge von 0 aufweisen. Laut dem Nachrichtenportal The Hacker News(öffnet im neuen Fenster) kann es dabei zu Fehlern kommen, durch die Daten aus dem Speicher offengelegt oder DoS-Zustände herbeigeführt werden.

Die letzte der drei Linux-Lücken erreicht einen hohen Schweregrad (CVSS: 7,8) und ist als CVE-2025-39964(öffnet im neuen Fenster) registriert. Sie basiert laut Red Hat(öffnet im neuen Fenster) auf einer Race-Condition in der Cryptographic-User-API des Linux-Kernels. Angreifer mit lokalem Zugriff auf ein anfälliges System können damit die Ergebnisse kryptografischer Operationen korrumpieren oder einen Systemabsturz herbeiführen.

In welchem Umfang die drei Lücken ausgenutzt werden und welche Ziele die Angreifer genau verfolgen, geht aus den Warnmeldungen der Cisa nicht hervor. Der Linux-Kernel erhielt aber schon vor Monaten entsprechende Korrekturen. Administratoren sollten daher auf den Einsatz aktueller Kernel-Versionen achten, um ihre Systeme vor möglichen Angriffen zu schützen. In den Meldungen von Red Hat sind teilweise auch Hinweise auf mögliche Workarounds zu finden.


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