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Snowden stellte kein Gnadengesuch

Es ist zudem unklar, wie genau Edward Snowden die Folgen seiner Enthüllungen abschätzen konnte. Seinem ehemaligen Vorgesetzten zufolge war er inhaltlich kaum in die von ihm aufgedeckten Programme, wie zum Beispiel Prism, eingebunden.

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Anders als Manning war er eher IT-Dienstleister denn Geheimdienstanalyst. Eine Begnadigung des in Moskau lebenden Whistleblowers stand aber offenbar gar nicht zur Debatte - weil er kein entsprechendes Gnadengesuch bei Präsident Barack Obama eingereicht hatte. Eine Kampagne verschiedener NGOs wäre damit Makulatur.

Sieben Jahre abgesessen

Mit sieben Jahren hat Chelsea Manning außerdem bereits einen erheblichen Teil des ohnehin absurd hohen Strafmaßes von insgesamt 35 Jahren abgesessen. Sie wurde damit, anders als Kritiker der Begnadigung wie der republikanische US-Kongressabgeordnete und Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan es insinuieren, bereits zur Verantwortung gezogen. Diese junge Frau, die bereits zwei Mal versucht hat, sich das Leben zu nehmen, weiter in Haft zu lassen, wäre schlicht verantwortungslos.

Der Gerechtigkeit hat diese Strafe ohnehin nie gedient - denn tatsächliche Opfer gab es durch ihre Taten nicht. Die Öffentlichkeit hingegen hat profitiert von einer Auseinandersetzung über das richtige Maß an Gewalt und die Mittel, mit denen die eigene Freiheit verteidigt werden soll.

Nicht zuletzt sollten sich daher auch diejenigen über Mannings Begnadigung freuen, die nicht mit ihren Taten einverstanden sind. Susan Hennessey schrieb: "Nichts im Statement des Weißen Hauses billigt, was Manning getan hat. Bei einer Strafmilderung geht es um Gnade und die richtige Kalibrierung des Rechts und nicht um Zustimmung."

So sollte die Begnadigung von Manning in einem vom Wahlkampf gespaltenen und verunsicherten Land der Selbstvergewisserung eigener Werte dienen. Denn Sicherheit, wie es Alexa O'Brien schreibt, "ist in einer liberalen Demokratie nicht einfach das Ergebnis von Zwang und Urteilsregimes, sondern bildet sich durch das Vertrauen einer informierten Öffentlichkeit in die Weisheit der Justiz und die Gerechtigkeit unserer Gesetze heraus."

Am 17. Mai wird eine junge Frau aus dem Militärgefängnis in Kansas heraustreten und ein neues Leben beginnen. Die richtige Entscheidung.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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 Freiheit für Snowden?
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neocron 18. Mai 2017

ich hoffe du meinst das auf keinen fall so, wie es klingt ...

Frau_Holle 17. Mai 2017

Zumindest hat sie wohl noch einen gewissen Status beim Militär: http://theweek.com...

honk 17. Mai 2017

Nun der Autor schreibt z.B.: Ich lese das daraus ganz eindeutig Kritik an Snowden, das...

Magroll 17. Mai 2017

Gäbe es hier einen "Like" Button hätte ich Ihn jetzt gedrückt! +1

deus-ex 17. Mai 2017

Zum Glück nicht. Denn sonst hätten wir scjon länst Anarchy und Selbsjustiz....


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