Abo
  • Services:
Anzeige
Chelsea Manning kommt bald aus dem Gefängnis frei.
Chelsea Manning kommt bald aus dem Gefängnis frei. (Bild: Alicia Neil)

Freiheit für Snowden?

Und tatsächlich dürfte Manning bewusst gewesen sein, was sie veröffentlicht hat. Ob sie bei der Auswahl der Dokumente darauf achtete, bestimmte Informationen nicht weiterzugeben, ist unklar. Doch als Geheimdienstoffizierin beim US-Militär war es ihre Aufgabe, regelmäßig Lageberichte zu lesen und auszuwerten. Die Informationen, zu denen sie dabei Zugang hatte, waren auch alles andere als exklusiv: Rund eine halbe Million Menschen hatte Zugang zu den Systemen, aus denen Manning die Dokumente auf einer CD herausschmuggelte. Die Begründung für den Leak: "Ich glaube nicht, dass die Öffentlichkeit entscheiden kann, welche Aktionen und Richtlinien richtig sind, wenn ihr nicht einmal die rudimentären Details darüber vorliegen."

Anzeige

Der Fall Manning ist für eine Begnadigung deutlich klarer zu vertreten als Snowdens. Man muss dabei der Erklärung des Regierungssprechers Josh Ernest nicht folgen, in der er sagte: "Herr Snowden hat sich in die Arme eines Feindes begeben und Asyl in einem Land gesucht, das zuletzt konzertierte Aktionen unternommen hat, um das Vertrauen in unsere Demokratie zu schwächen."

Manning hat sich der Justiz gestellt

Und trotzdem ist es richtig, dass Manning sich, im Gegensatz zu Snowden, der Justiz ihres Landes gestellt hat. Dass Manning, allen Widrigkeiten zum Trotz, darauf vertraut hat, ein faires Urteil zu bekommen. Man könnte das als jugendlich naiv bezeichnen - oder als innere Überzeugung aus Glauben an ein rechtsstaatliches System. Für einen US-Präsidenten dürfte es jedenfalls nur schwer zu begründen sein, einen im Ausland lebenden Mann vor Strafverfolgung zu schützen, dessen Taten im eigenen Land hoch umstritten sind. Bis heute herrscht keine Einigkeit über viele Details zu Snowdens Enthüllungen.

Susan Hennessey und Benjamin Wittes schreiben in dem eher konservativen sicherheitspolitischen Journal Lawfare, dass es "für eine Begnadigung nicht ausreiche, wenn viele Menschen eine Tat positiv bewerten".

Außerdem habe die US-Öffentlichkeit bislang keine Möglichkeit gehabt, die vollen Fakten zu Snowdens Fall zu erfahren, weil es bislang kein Gerichtsverfahren gegeben habe. Es ist nach Mannings Fall durchaus verständlich, dass Snowden sich einem solchen Verfahren nicht stellen will. Für die Beurteilung eines Gnadengesuches ist dieser Unterschied aber durchaus relevant.

 Wikileaks als letzter verbleibender PublisherSnowden stellte kein Gnadengesuch 

eye home zur Startseite
neocron 18. Mai 2017

ich hoffe du meinst das auf keinen fall so, wie es klingt ...

Frau_Holle 17. Mai 2017

Zumindest hat sie wohl noch einen gewissen Status beim Militär: http://theweek.com...

honk 17. Mai 2017

Nun der Autor schreibt z.B.: Ich lese das daraus ganz eindeutig Kritik an Snowden, das...

Magroll 17. Mai 2017

Gäbe es hier einen "Like" Button hätte ich Ihn jetzt gedrückt! +1

deus-ex 17. Mai 2017

Zum Glück nicht. Denn sonst hätten wir scjon länst Anarchy und Selbsjustiz....



Anzeige

Stellenmarkt
  1. vwd GmbH, Kaiserslautern
  2. echion Corporate Communication AG, Augsburg
  3. Smartexposé GmbH, Berlin-Kreuzberg
  4. Mitscherlich PartmbB, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. für 49,99€ statt 69,99€
  2. (heute u. a. Xbox One Elite Controller für 99€)
  3. (heute u. a. New Nintendo 3DS XL für 169€, Sony Sound-Produkte, Bosch-Werkzeuge und reduzierte...

Folgen Sie uns
       


  1. Tele Columbus

    1 GBit würden "gegenwärtig nur die Nerds buchen"

  2. Systemkamera

    Leica CL verbindet Retro-Design mit neuester Technik

  3. Android

    Google bekommt Standortdaten auch ohne GPS-Aktivierung

  4. Kabelnetz

    Primacom darf Kundendaten nicht weitergeben

  5. SX-10 Aurora Tsubasa

    NECs Beschleuniger nutzt sechs HBM2-Stacks

  6. Virtual Reality

    Huawei und TPCast wollen VR mit 5G streamen

  7. Wayland-Desktop

    Nvidia bittet um Mitarbeit an Linux-Speicher-API

  8. Kabelnetz

    Vodafone liefert Kabelradio-Receiver mit Analogabschaltung

  9. Einigung erzielt

    EU verbietet Geoblocking im Online-Handel

  10. Unitymedia

    Discounter Eazy kommt technisch nicht an das TV-Kabelnetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Coffee Lake vs. Ryzen: Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
Coffee Lake vs. Ryzen
Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
  1. Custom Foundry Intel will 10-nm-Smartphone-SoCs ab 2018 produzieren
  2. ARM-Prozessoren Macom verkauft Applied Micro
  3. Apple A11 Bionic KI-Hardware ist so groß wie mehrere CPU-Kerne

Smartphone-Kameras im Test: Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
Smartphone-Kameras im Test
Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
  1. Honor 7X Smartphone im 2:1-Format mit verbesserter Dual-Kamera
  2. Mini-Smartphone Jelly im Test Winzig, gewöhnungsbedürftig, nutzbar
  3. Leia RED verrät Details zum Holo-Display seines Smartphones

Xbox One X im Test: Schöner, schwerer Stromfresser
Xbox One X im Test
Schöner, schwerer Stromfresser
  1. Microsoft Xbox-Software und -Services wachsen um 21 Prozent
  2. Microsoft Xbox One emuliert 13 Xbox-Klassiker
  3. Microsoft Neue Firmware für Xbox One bietet mehr Übersicht

  1. Re: Recht hat er. Wichtiger als Geschwindigkeit...

    forenuser | 04:42

  2. Re: Ja, weil viel zu teuer

    forenuser | 04:33

  3. Re: Schnelles WLAN wäre wichtiger

    Gandalf2210 | 04:28

  4. Re: The machine that builds the machine

    Gamma Ray Burst | 03:47

  5. Re: Tesla rasiert alle weg

    Gamma Ray Burst | 03:40


  1. 20:00

  2. 18:28

  3. 18:19

  4. 17:51

  5. 16:55

  6. 16:06

  7. 15:51

  8. 14:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel