Abo
  • Services:

Freiheit für Snowden?

Und tatsächlich dürfte Manning bewusst gewesen sein, was sie veröffentlicht hat. Ob sie bei der Auswahl der Dokumente darauf achtete, bestimmte Informationen nicht weiterzugeben, ist unklar. Doch als Geheimdienstoffizierin beim US-Militär war es ihre Aufgabe, regelmäßig Lageberichte zu lesen und auszuwerten. Die Informationen, zu denen sie dabei Zugang hatte, waren auch alles andere als exklusiv: Rund eine halbe Million Menschen hatte Zugang zu den Systemen, aus denen Manning die Dokumente auf einer CD herausschmuggelte. Die Begründung für den Leak: "Ich glaube nicht, dass die Öffentlichkeit entscheiden kann, welche Aktionen und Richtlinien richtig sind, wenn ihr nicht einmal die rudimentären Details darüber vorliegen."

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Der Fall Manning ist für eine Begnadigung deutlich klarer zu vertreten als Snowdens. Man muss dabei der Erklärung des Regierungssprechers Josh Ernest nicht folgen, in der er sagte: "Herr Snowden hat sich in die Arme eines Feindes begeben und Asyl in einem Land gesucht, das zuletzt konzertierte Aktionen unternommen hat, um das Vertrauen in unsere Demokratie zu schwächen."

Manning hat sich der Justiz gestellt

Und trotzdem ist es richtig, dass Manning sich, im Gegensatz zu Snowden, der Justiz ihres Landes gestellt hat. Dass Manning, allen Widrigkeiten zum Trotz, darauf vertraut hat, ein faires Urteil zu bekommen. Man könnte das als jugendlich naiv bezeichnen - oder als innere Überzeugung aus Glauben an ein rechtsstaatliches System. Für einen US-Präsidenten dürfte es jedenfalls nur schwer zu begründen sein, einen im Ausland lebenden Mann vor Strafverfolgung zu schützen, dessen Taten im eigenen Land hoch umstritten sind. Bis heute herrscht keine Einigkeit über viele Details zu Snowdens Enthüllungen.

Susan Hennessey und Benjamin Wittes schreiben in dem eher konservativen sicherheitspolitischen Journal Lawfare, dass es "für eine Begnadigung nicht ausreiche, wenn viele Menschen eine Tat positiv bewerten".

Außerdem habe die US-Öffentlichkeit bislang keine Möglichkeit gehabt, die vollen Fakten zu Snowdens Fall zu erfahren, weil es bislang kein Gerichtsverfahren gegeben habe. Es ist nach Mannings Fall durchaus verständlich, dass Snowden sich einem solchen Verfahren nicht stellen will. Für die Beurteilung eines Gnadengesuches ist dieser Unterschied aber durchaus relevant.

 Wikileaks als letzter verbleibender PublisherSnowden stellte kein Gnadengesuch 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€

neocron 18. Mai 2017

ich hoffe du meinst das auf keinen fall so, wie es klingt ...

Frau_Holle 17. Mai 2017

Zumindest hat sie wohl noch einen gewissen Status beim Militär: http://theweek.com...

honk 17. Mai 2017

Nun der Autor schreibt z.B.: Ich lese das daraus ganz eindeutig Kritik an Snowden, das...

Magroll 17. Mai 2017

Gäbe es hier einen "Like" Button hätte ich Ihn jetzt gedrückt! +1

deus-ex 17. Mai 2017

Zum Glück nicht. Denn sonst hätten wir scjon länst Anarchy und Selbsjustiz....


Folgen Sie uns
       


Amazons Echo Sub im Test

Mit dem Echo Sub lassen sich Echo-Lautsprecher mit Tiefbass nachrüsten. Die Echo-Lautsprecher sind allerdings im Mittenbereich vergleichsweise schwach, so dass das Klangbild entsprechend leidet. Sobald zwei Echo-Lautsprecher miteinander verbunden sind, gibt es enorm viele Probleme: Die Echo-Geräte reagieren langsamer, es gibt Zeitverzögerungen der einzelnen Lautsprecher und das Spulen in Musik ist nicht mehr möglich. Wie dokumentieren die Probleme im Video.

Amazons Echo Sub im Test Video aufrufen
Marvel im Auto: Nie wieder eine Fahrt mit quengelnden Kindern
Marvel im Auto
Nie wieder eine Fahrt mit quengelnden Kindern

CES 2019 Audi und Holoride arbeiten an einer offenen Plattform für VR-Spiele im Auto. Marvel steuert beliebte Charaktere für Spiele bei. Golem.de hat in Las Vegas eine Testrunde durch den Weltraum gedreht.
Ein Erfahrungsbericht von Dirk Kunde


    Hackerangriff auf Politiker: Youtuber soll hinter Datenleak stecken
    Hackerangriff auf Politiker
    Youtuber soll hinter Datenleak stecken

    Wer steckt hinter dem Leak persönlicher Daten von Politikern und Promis? Die aufwendige Aufbereitung der Daten lässt eine Nutzung für politische Kampagnen vermuten. Doch ein Youtuber soll dahinter stecken, der lediglich Aufmerksamkeit wollte.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

    1. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
    2. Datenleak BSI soll Frühwarnsystem für Hackerangriffe aufbauen
    3. Datenleak Ermittler nehmen Verdächtigen fest

    Mobilität: Überrollt von Autos
    Mobilität
    Überrollt von Autos

    CES 2019 Die Consumer Electronic Show entwickelt sich immer stärker zu einer Mobilitätsmesse. Größere Fernseher und leichtere Laptops sind zwar noch ein Thema, doch die Stars in Las Vegas haben Räder.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

    1. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant
    2. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion
    3. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer

      •  /