Beam: ISS-Modul erfolgreich aufgeblasen

Im zweiten Anlauf ist es gelungen, das neue Modul für die ISS aufzublasen. Der erste Versuch am Tag davor wurde abgebrochen, nachdem sich das Modul nicht so weit ausgedehnt hatte wie erhofft.

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Das neue Modul der ISS, voll entfaltet
Das neue Modul der ISS, voll entfaltet (Bild: Screenshot Nasa-TV)

Die Internationale Raumstation hat ein neues Modul. Das "Bigelow Expandable Activity Module" (Beam) ist in einer etwa acht Stunden dauernden Aktion langsam entfaltet worden, nachdem es beim ersten Versuch nicht den erhofften Erfolg gegeben hatte.

Die Aktion bestand aus zwei Schritten: Zuerst wurde manuell über ein Ventil von der ISS Luft in das Modul gelassen, bis es vollständig entfaltet war. Danach wurden die Druckflaschen an Bord des Moduls benutzt, um den Luftdruck im Modul auf das Niveau der ISS zu bringen.

Nachdem die Druckventile anfangs 22 Sekunden und danach weitere 8 Sekunden geöffnet wurden, konnten die Astronauten an Bord der ISS deutliche ploppende Geräusche hören. Sie verglichen sie mit dem Geräusch von Popcorn, das langsam in einer Pfanne erhitzt wird. Nach etwa einer Stunde hatte sich das Modul um 40 Zentimeter verlängert. Die Geräusche stammten von dem Rückhaltemechanismus, der sicherstellen soll, dass sich das Modul nicht ruckartig öffnet.

Trotz des Rückhaltemechanismus gab die Nasa über die ersten sechs Stunden Anweisungen, die Ventile immer nur in sehr kurzen Intervallen zu öffnen und die Reaktion zu beobachten. Dieses Vorgehen wurde teilweise von Beobachtern kritisiert. In der letzten halben Stunde wurden die Öffnungsintervalle sehr viel großzügiger, womit die Entfaltung viel schneller voranging. Es war gleichzeitig auch das Ende des vorgesehenen Zeitfensters, nach dem die Arbeit auf einen anderen Tag hätte verschoben werden müssen.

Nach dem erfolgreichen Aufblasen wird das Modul jetzt einen 80 Stunden dauernden Test durchlaufen, um eventuelle Leckagen zu entdecken. Danach werden Astronauten das Modul betreten und unter anderem Messgeräte zur Strahlungsmessung anbringen. Wie genau das Modul verwendet werden wird, ist noch nicht geklärt.

Das Modul wird zwei Jahre an der ISS verbleiben und dann abgetrennt und entsorgt werden.

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