Abo
  • Services:

BeA: Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach

Aus einem Schreiben der Bundesrechtsanwaltskammer geht hervor, dass bei einem Sicherheitsaudit des BeA-Systems noch mehr Sicherheitslücken gefunden wurden. Die Sicherheitsüberprüfung soll Mitte Mai abgeschlossen sein und dann auch veröffentlicht werden.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
So schnell wird es wohl nicht wieder online gehen: Das besondere elektronische Anwaltspostfach.
So schnell wird es wohl nicht wieder online gehen: Das besondere elektronische Anwaltspostfach. (Bild: BRAK)

Die Bundesrechtsanwaltskammer (Brak) hat die Präsidenten der lokalen Anwaltskammern in einem Schreiben über den Stand der Dinge beim besonderen elektronischen Anwaltspostfach (BeA) informiert. Demnach sind bei einer Untersuchung durch die Firma Secunet weitere Sicherheitslücken aufgetaucht.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Das BeA ist ein System zur verschlüsselten Kommunikation zwischen Rechtsanwälten. Kurz vor Weihnachten 2017 musste das System kurzfristig aufgrund von Sicherheitslücken abgeschaltet werden. Infolgedessen wurden zahlreiche weitere Sicherheitsprobleme entdeckt, was die Brak dazu bewegte, einen Sicherheitsaudit bei der Firma Secunet in Auftrag zu geben.

"Wichtiges Ergebnis der Sicherheitstests ist, dass das BeA Schwachstellen hat, die wir vor dem Wiedereintritt in den online-Betrieb beseitigen werden. Das BeA kann also im Augenblick noch nicht wieder starten", heißt es in dem Schreiben der Brak. "Aus den vorläufigen Einschätzungen des bisherigen Befundes geht aber auch hervor, dass keine der bislang identifizierten Schwachstellen eine grundsätzliche Überarbeitung der BeA-Systemarchitektur erfordert."

Informationen waren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt

Die jetzt bekanntgewordenen Informationen wollte die Rechtsanwaltskammer nicht öffentlich machen. So heißt es in dem Schreiben weiter: "Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieses Rundschreiben der internen Information und Transparenz dient, es ist derzeit nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt." Allerdings kursierte der Inhalt des Schreibens bereits nach kurzer Zeit online.

Die Sicherheitsprüfung durch Secunet soll Mitte Mai abgeschlossen sein. Die Brak plant dann auch, das vollständige Sicherheitsgutachten offenzulegen.

Nach wie vor scheint der Plan der Brak zu sein, das BeA-System grundsätzlich in seiner bisherigen Form wieder zu aktivieren. Ob es dazu kommt, ist jedoch offen. Denn ein weiterer Streitpunkt beim BeA ist die fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Eine Gruppe von Anwälten will die Brak juristisch dazu zwingen, ein System mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bereitzustellen. Das dürfte aber mit der aktuellen Architektur des BeA-Systems kaum machbar sein und würde eine komplette Neuentwicklung erfordern.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,99€
  2. ab 369€ (inkl. Battlefield V oder Anthem als Gratis-Spiel)
  3. (aktuell u. a. Monopoly Game of Thrones 31,99€, Logitech Z906 Soundsystem 199,90€, Logitech...
  4. 14,29€

Schnarchnase 02. Apr 2018

Wundert dich das? Die Herren Politiker haben keine Ahnung von der Materie und haben...

1st1 29. Mär 2018

stülpt da einfach sein SINA VPN System drüber, und dann ist das sicher.

FreiGeistler 29. Mär 2018

Bloss nicht! Sonst kommen die noch auf die Idee, eigene Verschlüsselung zu machen...


Folgen Sie uns
       


Samsung Micro-LED-TV angesehen (CES 2019)

Micro-LEDs könnten dank Samsungs neuem 75-Zoll-Fernseher bald auch ihren Weg in heimische Wohnzimmer finden. Der neue TV hat ein sehr scharfes und helles Bild - einen Preis hat Samsung aber noch nicht bekanntgegeben.

Samsung Micro-LED-TV angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  2. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor
  3. Turing-Grafikkarte Nvidia plant Geforce RTX 2060

Alternative Antriebe: Saubere Schiffe am Horizont
Alternative Antriebe
Saubere Schiffe am Horizont

Wie viel Dreck Schiffe in die Luft blasen, bleibt den meisten Menschen verborgen, denn sie tun es auf hoher See. Fast 100 Jahre wurde deshalb nichts dagegen unternommen - doch die Zeiten ändern sich endlich.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autonome Schiffe Und abends geht der Kapitän nach Hause
  2. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  3. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem

    •  /