Abo
  • IT-Karriere:

Be emobil: Berliner Ladesäulen auf Verbrauchsabrechnung umgestellt

Der Ladenetzbetreiber Allego hat die Abrechnung der öffentlichen Ladestationen in Berlin umgestellt. Statt eines Pauschalpreises für den Ladevorgang zahlen Elektroautomobilisten in Zukunft nach geladener Strommenge.

Artikel veröffentlicht am , /
Die neuen Module ermöglichen eine verbrauchsgenaue Abrechnung.
Die neuen Module ermöglichen eine verbrauchsgenaue Abrechnung. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)

Die Hauptstadt lädt nach Kilowattstunde: An den öffentlichen Berliner Be-emobil-Ladesäulen wird seit dem 15. August 2019 nach geladener Strommenge abgerechnet. Bisher gab es nur einen Pauschalpreis für einen Ladevorgang. Wie der Berliner Senat mitteilte, kostet nach dem neuen Tarif eine Kilowattstunde an einem Wechselstromlader 39 Cent und an einem Gleichstromlader 59 Cent - allerdings nicht für die Endkunden. Zu dem genannten Preis erhalten die Mobilitätsdienstleister (MSPs) den Zugang zur Ladeinfrastruktur. Diese wiederum berechnen auf dieser Grundlage einen Preis für den Elektroautofahrer.

Stellenmarkt
  1. Compana Software GmbH, Feucht
  2. S&G Automobil AG, Karlsruhe-Knielingen

Betrieben werden die Be-emobil-Ladesäulen von Allego. Das niederländische Unternehmen hat die Umstellung im Juni 2019 angekündigt und seitdem die Ladesäulen mit einem Anzeige- und Speichermodul (SAM) der Firma EBG nachgerüstet. Dieses Modul ermöglicht eine eichrechtskonforme Abrechnung der geladenen Strommenge, so dass der vorübergehende Pauschaltarif wieder aufgehoben werden konnte.

Seit Anfang 2018 wurde an den Be-emobil-Ladern pauschal abgerechnet. Laden lohnte sich dann nur bei weitgehend leerem Akku. Besonders ärgerlich war es, wenn der Ladevorgang abbrach, wie es uns im vergangenen Jahr bei unserem Test des BMW i3s passiert ist. Für 0,16 Kilowattstunden (kWh) - die nach dem neuen Tarif nicht einmal 7 Cent kosten - zahlten wir den Pauschalpreis von 6 Euro.

Grund für den Pauschaltarif war das deutsche Eichrecht: Es verlangt, dass die Messergebnisse vom Kunden nach Rechnungserhalt überprüft werden können. Dies wird durch das neue Modul ermöglicht, wenn auch etwas umständlich, wie ein Test von Golem.de ergeben hat.

Demnach muss der Elektroautofahrer sowohl den Anfangs- als auch den Endstand des Abrechnungsvorgangs in Kilowattstunden in das Modul eingeben. Dafür stehen jedoch nur zwei Tasten zur Verfügung, so dass man bei längeren Werten häufig drücken muss (siehe Kurzanleitung (PDF)). Nach der Eingabe wird der entsprechende Datensatz angezeigt. Dieser enthält neben dem Verbrauchswert noch den Startzeitpunkt und die Nutzer-ID. Messwerte unter 60 Sekunden dürfen demnach nicht abgerechnet werden.

Derzeit betreibt Allego etwa 290 Ladestationen mit 540 Ladepunkten in Berlin. Bis Ende kommenden Jahres will Allego die Infrastruktur um etwa 400 weitere Ladepunkte erweitern. Dann sollen rund 1.140 Ladepunkte im öffentlichen und halböffentlichen Raum zur Verfügung stehen. Davon sind 40 Gleichstrom-Schnellladepunkte (DC). Die beteiligten MSPs sind Chargenow, EnBW, Ladenetz, Maingau Energie, New Motion und Plugsurfing.

Auch interessant:



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 49,70€

M.P. 21. Aug 2019 / Themenstart

Wenn der Daihatsu Copen 1,6 m² Stirnfläche hat, kann man schon gewisse Zweifel an den 1...

anybody 20. Aug 2019 / Themenstart

Hoffentlich nicht. Aus gutem Grund kauft nämlich so gut wie keiner diese Fahrzeuge (au...

Oktavian 18. Aug 2019 / Themenstart

Muss man ja nicht. Hier geht es eher um die theoretische Möglichkeit, dass jemand nach...

pheine 18. Aug 2019 / Themenstart

Natürlich ... kWh ... das kommt davon, wenn man nachts um 5 (naja fast) Golem Kommentare...

gadthrawn 18. Aug 2019 / Themenstart

Nö, schnorren. Anderes Handy, andere autokorrektur.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box ist ein HDMI-Splitter, über den Hue Sync verwendet werden kann. Im ersten Kurztest funktioniert das neue Gerät gut.

Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen Video aufrufen
Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

Hue Sync: Hue-Effektbeleuchtung dank HDMI-Splitter einfacher nutzbar
Hue Sync
Hue-Effektbeleuchtung dank HDMI-Splitter einfacher nutzbar

Mit Hue Sync können Philips-Hue-Nutzer ihre Lampen passend zu Filmen oder Musik aufleuchten lassen - bisher aber nur recht umständlich über einen PC. Die neue Play HDMI Sync Box ist ein Splitter mit eingebautem Hue-Sync-Controller, an den einfach Konsolen oder Blu-ray-Player angeschlossen werden können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Signify Kleiner Schalter und Steckdose für Philips Hue
  2. Smart Home Philips-Hue-Leuchtmittel mit Bluetooth
  3. Smart Home Philips Hue mit Außenbewegungsmelder und neuen Außenlampen

Dick Pics: Penis oder kein Penis?
Dick Pics
Penis oder kein Penis?

Eine Studentin arbeitet an einer Software, die automatisch Bilder von Penissen aus Direktnachrichten filtert. Wer mithelfen will, kann ihr Testobjekte schicken.
Ein Bericht von Fabian A. Scherschel

  1. Medienbericht US-Regierung will soziale Netzwerke stärker überwachen
  2. Soziales Netzwerk Openbook heißt jetzt Okuna
  3. EU-Wahl Spitzenkandidat Manfred Weber für Klarnamenpflicht im Netz

    •  /