Abo
  • Services:

BDI: Wirtschaft will gleiche Kriterien für alle 5G-Ausrüster

Die Deutsche Industrie will schnell Planungssicherheit für den anstehenden 5G-Aufbau. Es gehe um Einsicht in Quellcodes und Entwicklungsprozesse.

Artikel veröffentlicht am ,
5G-Netz für die Industrie: Telekom und Osram
5G-Netz für die Industrie: Telekom und Osram (Bild: Deutsche Telekom)

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) will Planungssicherheit für 5G in Europa. "Für alle Anbieter müssen idealerweise europaweit die gleichen Prüfkriterien, Regeln und Verfahren gelten", heißt es in einem BDI-Papier, das dem Handelsblatt vorliegt. Am Mittwoch soll bei der Sitzung der EU-Kommission in Brüssel auch über die Haltung Europas zu China und Huawei als Ausrüster gesprochen werden.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
  2. KW-Commerce GmbH, Berlin

Verbandschef Dieter Kempf sagte dem Handelsblatt, eine bessere Überprüfung der eingesetzten Technik sei richtig. Behördenvertreter müssten Einsicht in die Quellcodes und die Entwicklungsprozesse in den Unternehmen haben. Huawei hat seinen Hauptsitz im südchinesischen Shenzhen, in direkter Nachbarschaft entwickeln und produzieren auch Nokia und Ericsson. Dazu müssten auch die personellen und finanziellen Ressourcen im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik aufgestockt werden, forderte Kempf.

Die Bundesregierung solle rasch für Klarheit sorgen, "um Unsicherheiten für die Bieter in der anstehenden Netzauktion zu minimieren"", sagte Kempf. Es sei wichtig, "Emotionalität" aus der Debatte zu nehmen und Rechtssicherheit für den Einsatz von Technologien aus Drittstaaten zu schaffen. Der 19. März ist als Start für die Frequenzversteigerung festgelegt.

In einer fünfseitigen Stellungnahme begrüßt der BDI die aktuelle Sicherheitsdiskussion. Falls der Verdacht einer Einflussnahme auf Hersteller durch Drittstaaten bestehe, erfordere dies eine eingehende Prüfung, heißt es darin. Dabei sollten auch "gesetzliche Rahmenbedingungen und gängige Praktiken" einbezogen werden, denen die Anbieter auf ihrem Heimatmarkt ausgesetzt sind. Als Beispiel wird in dem Papier eine "verpflichtende Weitergabe von Daten an staatliche Stellen" genannt. Dies betrifft die chinesische Gesetzgebung als auch den US-amerikanischen Patriot Act.

Der BDI erklärte, ein Ausschluss von Unternehmen müsse "nach transparenten nachvollziehbaren Kriterien" erfolgen. Der BDI ist nicht primär eine Vertretung der Mobilfunkbetreiber. Die Fertigungsindustrie setzt auf eigene Campusnetze für die 5G-Versorgung. Hier engagiert sich Huawei nicht.



Anzeige
Top-Angebote
  1. für 99€ auf otto.de
  2. 88,99€ (Bestpreis!)
  3. 56,99€ (Top-Produkt PCGH 12/2017)
  4. 65,99€ + Versand oder Marktabholung

Michael Graetz2 04. Mär 2019 / Themenstart

Vielleicht "Desoxyribonukleinsäure"? Ich finde das ist ein schönes Wort und kann ruhig...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S10 Plus - Test

Das Galaxy S10+ ist Samsungs neues, großes Top-Smartphone. Im Test haben wir uns besonders die neue Dreifachkamera angeschaut.

Samsung Galaxy S10 Plus - Test Video aufrufen
Verschlüsselung: Die meisten Nutzer brauchen kein VPN
Verschlüsselung
Die meisten Nutzer brauchen kein VPN

VPN-Anbieter werben aggressiv und preisen ihre Produkte als Allheilmittel in Sachen Sicherheit an. Doch im modernen Internet nützen sie wenig und bringen oft sogar Gefahren mit sich.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Security Wireguard-VPN für MacOS erschienen
  2. Security Wireguard-VPN für iOS verfügbar
  3. Outline Digitalocean und Alphabet-Tochter bieten individuelles VPN

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  2. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  3. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet

Pauschallizenzen: CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern
Pauschallizenzen
CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern

Absurder Vorschlag aus der CDU: Anstatt die Urheberrechtsreform auf EU-Ebene zu verändern oder zu stoppen, soll nun der "Mist" von Axel Voss in Deutschland völlig umgekrempelt werden. Nur "pures Wahlkampfgetöse" vor den Europawahlen, wie die Opposition meint?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Europawahlen Facebook will mit dpa Falschnachrichten bekämpfen
  2. Urheberrecht Europas IT-Firmen und Bibliotheken gegen Uploadfilter
  3. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform

    •  /