BCI: Samsung forscht an Tabletbedienung per Hirnstrom

Forscher von Samsung und einer US-Universität testen neue Möglichkeiten, um mobile Geräte zu steuern: Statt mit den Fingern bedient der Nutzer ein Tablet über ein BCI mit seinen Gedanken.

Artikel veröffentlicht am ,
Nutzer mit Datenkappe (Symbolbild): Elekroden  Kopfbedeckung, die den ganzen Tag getragen wird
Nutzer mit Datenkappe (Symbolbild): Elekroden Kopfbedeckung, die den ganzen Tag getragen wird (Bild: Stephane de Sakutin/AFP/Getty Images)

Keine Fingerabdrücke mehr auf dem Tablet - es wird künftig freihändig bedient: Das dänische Unternehmen Eye Tribe hat eine Eyetracking-Software für die mobilen Geräte entwickelt. Samsung will sie gleich mit Gedanken steuern.

Stellenmarkt
  1. Web-Developer / Front-Entwickler (m/w/d)
    BWS Consulting Group GmbH, Dortmund, Hannover, Wolfsburg
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    VÖB-Service GmbH, Bonn
Detailsuche

In Zusammenarbeit mit Forschern der Universität von Texas (UT) in Dallas haben Entwickler aus Samsungs Emerging Technology Lab ein System entwickelt, um ein Samsung Galaxy Note 10.1 per Gehirnstrom zu bedienen. Dazu setze sich der Proband eine Datenkappe auf, als Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer (Brain-Computer-Interface, BCI), berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Technology Review. Auf dem Bildschirm des Tablets erscheine ein blinkendes Icon, auf das sich der Nutzer konzentriere. So könne er eine App starten oder damit interagieren.

Methode für die Signalverarbeitung

Im ersten Schritt haben sich die Wissenschaftler darauf konzentriert, eine Methode für die Signalverarbeitung zu entwickeln, um die richtigen Signale herauszufiltern. Sie nutzen ein bekanntes Hirnstrommuster, das auftritt, wenn ein Mensch einem gleichmäßig wiederholten optischen Reiz ausgesetzt ist.

Die UT-Forscher um Roozbeh Jafari beschäftigen sich zudem mit dem BCI selbst: Ein herkömmliches Elektroenzephalografie-System (EEG) erfordert, dass die Elektroden mit einem Kontaktmittel bestrichen werden, bevor sie auf den Schädel gesetzt werden. Außerdem dauert es meist eine Weile, bis das System auf den Träger kalibriert ist. Jafari setzt Elektroden ein, die ohne Kontaktmittel auskommen und in zehn Sekunden einsatzbereit sind.

Trockene Elektroden

Golem Akademie
  1. Mobile Device Management mit Microsoft Intune
    22.-23. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Allerdings hat das BCI noch die Form einer Datenkappe, die der Nutzer immer aufsetzt. Jafari geht davon aus, dass künftig die Elektroden besser und genauer werden. Diese könnten dann in eine Kopfbedeckung integriert werden, die der Nutzer den ganzen Tag tragen wird, glaubt er.

Ziel des Projekts sei, neue Möglichkeiten für die Interaktion mit mobilen Geräten zu erforschen, erklärt Projektleiterin Insoo Kim. "Vor einigen Jahren war ein kleiner Nummernblock die einzige Art und Weise, ein Mobiltelefon zu bedienen", sagt Kim. "Heutzutage hingegen kann der Nutzer ein mobiles Gerät per Stimme, Berührung und Augenbewegungen steuern und damit interagieren."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Neuro-Chef 21. Apr 2013

..deswegen gehässig zu grinsen :D

ianmcmill 21. Apr 2013

siehe Topic :D

Natchil 21. Apr 2013

NEIN stimmt doch gar nicht habt ihr euch nur ausgedacht und Samsung ist fol toll. Wo kann...

xxnb96xx 20. Apr 2013

Ok, das klingt plausibel, aber wer will schon die ganze zeit mit Elektroden am Kopf...

alcarsharif 20. Apr 2013

Schau mal hier: https://www.youtube.com/watch?v=OQ8sgKc65i8 https://www.youtube.com/watch...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden
Artikel
  1. Telekom: Vodafone will unseren Glasfaserausbau bremsen
    Telekom
    Vodafone will "unseren Glasfaserausbau bremsen"

    Vodafone habe den eigenen Glasfaserausbau kürzlich für beendet erklärt und nehme den Spaten nicht in die Hand, erklärte die Telekom.

  2. Chorus angespielt: Automatischer Arschtritt im All
    Chorus angespielt
    Automatischer Arschtritt im All

    Knopfdruck, Teleport hinter Feind, Abschuss: Das Weltraumspiel Chorus will mit Story, Grafik und Ideen punkten. Golem.de hat es angespielt.
    Von Peter Steinlechner

  3. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /