Abo
  • IT-Karriere:

BCI: Roboter wird per Gedanken gesteuert

Ein französisch-japanisches Forscherteam hat eine Gedankensteuerung für einen Roboter entwickelt. Der Proband sieht optische Reize auf einem Bildschirm, die in Steuersignale umgesetzt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Humanoider Roboter HRP-2: Blinkende Icons
Humanoider Roboter HRP-2: Blinkende Icons (Bild: Kawada Industries)

HRP-2 ist ein knapp mannshoher humanoider Roboter. Ein Team von französischen und japanischen Forschern hat eine Gehirn-Maschinen-Schnittstelle (Brain-Computer-Interface, BCI) entwickelt, mit der der Roboter gesteuert werden kann.

 
Video: Roboter wird per BCI gesteuert
Stellenmarkt
  1. Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München
  2. Bundesamt für Verfassungsschutz, Berlin

Um den Roboter zu steuern, trägt der Proband eine Datenkappe, die an einen Computer angeschlossen ist. Der verarbeitet die Gehirnsignale und setzt sie in Steuersignal für den Roboter um. Der Proband sieht auf einen Bildschirm, auf dem Handlungsoptionen angezeigt werden.

Der Bildschirm ist relativ einfach gestaltet: So ist beispielsweise in der Mitte das Bild der Roboterkameras zu sehen. Links, rechts und darüber blinken Icons in Form von Pfeilen, die die Richtung angeben, in der der Roboter gehen soll. Der Proband konzentriert sich auf eines der Icons und steuert so den Roboter.

Flackerndes Signal

Das System arbeitet mit sogenannten Steady State Visually Evoked Potentials (SSVEP): Das ist eine Gehirnaktivität, die durch ein flackerndes Signal ausgelöst wird. Die Frequenz des Gehirnsignals korrespondiert dabei mit der Frequenz des visuellen Reizes. Jedes Icon flackert in einer anderen Frequenz - so kann das System erkennen, welches Icon der Proband anvisiert. Diese Steady State Topography (SST) genannte Methode ist eine Weiterentwicklung des Elektroenzephalogramms.

Entwickelt wurde das System vom CRNS-AIST Joint Robotics Laboratory, das von der französischen Forschungsorganisation Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) und von der japanischen Forschungsorganisation National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) gemeinsam betrieben wird.

Roboter vertritt Mensch

"Wir wollen Geräte entwickeln, die es Menschen ermöglichen, sich von einem humanoiden Roboter verkörpern zu lassen", erklärt Abderrahmane Kheddar, Leiter des Gemeinschaftslabors, im Gespräch mit dem japanischen Nachrichtenangebot Diginfo.tv. Das System soll es beispielsweise Gelähmten ermöglichen, einen Roboter zu steuern, der dann Arbeiten erledigt, die sie nicht selbst übernehmen können.

Der HRP-2 ist 1,54 Meter groß und wiegt 58 Kilogramm. Er verfügt über 30 Freiheitsgrade und läuft auf zwei Beinen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 2 Kilometer pro Stunde. Hersteller ist das japanische Unternehmen Kawada Industries.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 26,99€
  2. (-75%) 3,75€
  3. 4,99€

Sneek 14. Nov 2012

Netbooks und Tamagotchis, ja (Netbooks aber nur, weil sie dem Smartphone/Tablet zum Opfer...

Seasdfgas 14. Nov 2012

wenn man für jede handlung einen anderen außenreiz braucht, ist das doch keine...


Folgen Sie uns
       


Red Magic 3 - Test

Das Red Magic 3 richtet sich an Gamer - dank der Topausstattung und eines Preises von nur 480 Euro ist das Smartphone aber generell lohnenswert.

Red Magic 3 - Test Video aufrufen
Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


    Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
    Erasure Coding
    Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

    In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
    Eine Analyse von Oliver Nickel

    1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
    2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

    iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
    iPad OS im Test
    Apple entdeckt den USB-Stick

    Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
    2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
    3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

      •  /