BCI: Neuralink will Musik ins Gehirn streamen

Elon Musk sucht Mitarbeiter für sein BCI-Unternehmen und gibt einen Hinweis auf die Möglichkeiten von dessen implantierbaren Chip.

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Anatomische Darstellung des Gehirns (circa 1870). Neuralink plant BCI für medizinische Zwecke und Daten-Upload.
Anatomische Darstellung des Gehirns (circa 1870). Neuralink plant BCI für medizinische Zwecke und Daten-Upload. (Bild: Hulton Archive/Getty Images)

Die Musik geht direkt ins Gehirn: Elon Musk hat angekündigt, dass über die Gehirn-Computer-Schnittstelle (Brain Computer Interface, BCI) seines Unternehmens Neuralink Musik ins Gehirn gestreamt werden kann. Details will das Startup zu dem BCI im kommenden Monat bekanntgeben.

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Neuralink hat einen Chip entwickelt, der von einem Roboter ins Gehirn implantiert werden soll. Er ist 8 mm groß, daran hängen Fäden von der Größe einer Nervenzelle. An diesen sind die Elektroden befestigt, die die Verbindung des Chips zu den Nervenzellen bilden. Die Elektroden können Signale der Nervenzellen erfassen. Sie sollen aber auch aktiv die Nervenzellen mit elektrischen Impulsen stimulieren. Das soll über einen Sender geschehen, der ähnlich wie ein Hörgerät hinter dem Ohr getragen wird.

Unter anderem soll es so möglich sein, Musik ins Gehirn zu übertragen. Das hat Neuralink-Chef Musk in einem Tweet angedeutet. Auf die Frage eines Informatikers, ob es möglich sein werde, Musik direkt vom implantierten Chip zu hören, antwortete Musk mit Ja.

Der Dialog hatte sich entwickelt, nachdem Musk per Twitter nach Mitarbeitern für Neuralink gesucht hatte. Sein Interesse gilt Menschen, die bereits Erfahrung bei der Entwicklung von Wearables oder Kopfhörern gesammelt haben. Konkret geht es um "Versiegelung, Signalverarbeitung, induktives Laden, Energiemanagement".

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Musk hatte Neuralink 2016 gegründet, mit dem Ziel, Gehirnimplantate zu entwickeln, die vor allem für medizinische Zwecke genutzt werden sollen. Über das Unternehmen ist nur wenig bekannt.

Im vergangenen Jahr hatte Musk den Chip präsentiert und dabei angekündigt, was Neuralink vorhat: Zuerst sollen Menschen, die auf aufgrund einer Querschnittlähmung oder einer Nervenkrankheit Bewegungseinschränkungen haben, ein solches Implantat bekommen.

Das langfristige Ziel von Neuralink ist aber, über den Chip Fähigkeiten ins Gehirn zu übertragen, etwa eine neue Fremdsprache. Mit den aktuell verfügbaren Methoden zur Interaktion mit Nervenzellen sei das nicht möglich, die seien nicht präzise genug, sagte der Neurowissenschaftler Moritz Helmstaedter im vergangenen Jahr im Gespräch mit Golem.de: "Ich halte das ganze Upload-Thema aktuell für Science Fiction."

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KingFleaswallow 23. Jul 2020

Du meinst das vielleicht als Witz, aber durch solche einzigartigen Signale wird man...

TrollNo1 23. Jul 2020

Alle 3m Minuten kommt dann Werbung für Tesla, SpaceX etc...

DebugErr 22. Jul 2020

Nennt sich Erinnerungsvermögen. Sogar in Echtzeit manipuliert und spielt so lange, wie...

unbuntu 22. Jul 2020

Wird bestimmt lustig, andere Leute zu hacken und denen dann irgendwas vorzuspielen...



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