BBWF: Was nach Docsis 3.1 in den Kabelnetzen kommt

Auch wenn im Kabelnetz bereits 2,2 GBit/s erreicht werden, fühlen sich die Kabelnetzbetreiber weiter durch die Glasfaser unter Druck.

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Techniker bei Virgin Media
Techniker bei Virgin Media (Bild: Virgin Media)

Das Kabelnetz muss mit der Glasfaser um immer höhere Gigabit-Datenraten konkurrieren. Das sagte Neil Geary, Director für Network Evolution bei dem britischen Kabelnetzbetreiber Virgin Media, auf dem virtuellen Broadband World Forum (BBWF 2020). "Wir bieten 1 oder 2 GBit/s, doch was brauchen wir danach und wann brauchen wir es?" Die FTTH-Betreiber (Fiber To The Home) könnten dagegen sehr leicht Updates bei der Datenrate von GPON über die Standards XG-PON oder XGS-PON anbieten.

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Auch das Kabelnetz habe verschiedene Optionen für Multi-Gigabit-Zugänge, betonte Geary. Die Ausgangslage sei gut: "Wir haben bis Ende 2021 die Hälfte des Landes über Docsis 3.1 mit Gigabit versorgt." Virgin Media betreibt ein TV-Kabelnetz in Großbritannien, das eine Fiber-To-The-Cabinet-Topologie hat. "Koax ist multi-gigabitfähig. Wir haben im September 2020 im existierenden Netzwerk 2,2 GBit/s in einem Speedtest mit SamKnows erreicht, einem Test-Provider, den auch die Regulierungsbehörde Ofcom nutzt", erklärte Geary.

Doch was komme danach, fragte Geary. Man könne Koax aufgeben und Glasfaser bis ins die Häuser der Kunden verlegen. Doch das erfordere höhere Investitionsausgaben und viel Zeit für den Ausbau. Wenn jedoch die Koaxialkabel in der letzten Meile in einem Kabelschacht lägen, der dem Betreiber gehört, und auch die Schaltschränke die eigenen seien, sei der Aufwand, Glasfaser einzusetzen, nicht so hoch.

Fernsehen ganz raus und komplett auf IPTV umstellen

Eine weitere Möglichkeit für Multi-Gigabit im Kabelnetz sei, Fernsehen statt mit DVB-C beziehungsweise DVB-C2 per IPTV zu übertragen. "Also Fernsehen ganz raus und komplett auf IPTV umstellen, um Spektrum zu sparen, das man dann für mehr Datenraten nutzen kann", sagte Geary.

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Docsis 4.0 als weitere Option sei noch nicht verfügbar und die Technik könne man noch nicht kaufen. Viele passive Bauelemente im Netz müssten ausgetauscht werden. Für den neuen Standard dürfte auch Glasfaser bis zum letzten Verstärker im Kabelnetz nötig sein.

Virgin Media, das zum Liberty-Global-Konzern gehört, werde zusammen mit den anderen Tochterfirmen "einen einheitliche Weg zu Multi-Gigabit gehen", sagte Geary. Welcher das sei, darauf gebe es derzeit keine einfache Antwort.

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