BBWF: Telekom will Festnetz und Mobilfunk komplett verschmelzen

Die Deutsche Telekom will die historisch gewachsene Trennung zwischen Festnetz und Mobilfunk aufheben. "Wir müssen uns radikal ändern", sagte Telekom-Manager Franz Seiser.

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Franz Seiser, Vice President für Core Network und Services bei der Telekom am 25. Oktober 2017 auf dem Broadband World Forum in Berlin
Franz Seiser, Vice President für Core Network und Services bei der Telekom am 25. Oktober 2017 auf dem Broadband World Forum in Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Deutsche Telekom will sich beim Aufbau von 5G grundlegend verändern und "Festnetz und Mobilfunk tiefgehend zusammenbringen". Das sagte Franz Seiser, Vice President für Core Network und Services bei der Telekom, am 25. Oktober 2017 auf dem Broadband World Forum in Berlin. Seiser sprang für Bruno Jacobfeuerborn ein, Chief Technology Officer der Telekom, der verhindert war.

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Seiser sagte: "Wir haben zwei fundamental verschiedene Netzwerke: Mobil- und Festnetz. Wir nutzen nur etwas Glasfaser gemeinsam. Kann das in Zukunft so bleiben? Wir müssen die Dinge zusammenbringen und die Netzwerke tiefgehend integrieren."

Telekom steht unter Druck

In Bereichen, wo Stadtnetzbetreiber erfolgreich FTTB/H ausbauen, verliert die Telekom die Marktführerschaft. Dazu kommt die Konkurrenz durch die Kabelnetzbetreiber, die den Konzern unter Druck setzen. Die Telekom wolle die besten Netzwerke bieten, aber der Konzern wolle dabei profitabel bleiben, betonte Seiser. Der neue Mobilfunkstandard 5G sei eine einmalige Chance, aber nur, wenn die Betreiber "das Alte loswerden, um das Neue anzufangen. Unser Erbe hindert uns vorwärtszukommen. Wir müssen uns radikal ändern, disruptiv werden und vor allem Dinge wegwerfen", sagte Seiser.

Der Zugang zum Endkunden beim Festnetz sei der teuerste Teil des Netzausbaus, betonte Seiser. "Wir müssen Glasfaser zum Kunden bringen." Dies koste aber 80 Milliarden Euro und es gebe Probleme mit der Regulierung. Dennoch müsse man nach vorne schauen. Konkreter wurde der Telekom-Manager nicht.

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Im Rahmen des Programms Access 4.0 versucht die Telekom derzeit, ein mehr software-basiertes Referenzsystem zu schaffen, um die Kosten für den Ausbau von FTTB in Deutschland zu senken. Die Telekom bezieht sich dabei stark auf die Designprinzipien des CORD-Projekts der Open Networking Foundation (ONF) und die Verwendung quelloffener Software in günstiger handelsüblicher Hardware im Sinne des Software-Defined-Networking (SDN). Man wolle keine "Black-Box-Produkte" der Ausrüster mehr, sagte Seiser.

Die Telekom und Facebook haben zudem im Rahmen des Telecom Infra Project (TIP) eine neue Netz-Projektgruppe für das Millimeterband (mmWave) gegründet, die zunächst das unlizenzierte 60-GHz-Band nutzen. Hier geht es nach Angaben des Managers um mmWave auf der letzten Meile zum Kunden. "Wir forschen in verschiedene Richtungen. Wir wollen herausbekommen, wie weit wir mit der Glasfaser gehen müssen", erklärte Seiser. Es gehe um Fixed Wireless Access.

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Rulf 01. Nov 2017

die telekom war einfach nur groß genug, daß sie von den banken den entsprechenden...

Mett 28. Okt 2017

Kürzlich hab ich einen Monteurstrupp getroffen, der einen Hauptkabelschaden (500...

Ovaron 27. Okt 2017

Du willst wieder bolzen? Ohne mich, aber viel Spaß dabei.

Theoretiker 27. Okt 2017

Aber die Wissenschaftler werden das Problem doch schon lösen! Genauso wie Klimawandel...

Rulf 26. Okt 2017

denn dann würden sie schon längst reines dsl ohne telephon zu einem günstigem preis...


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