BBWF: Mit FTTH bisher relativ sicher durch die Pandemie
Vor zehn Jahren hat sich ein europäischer Netzbetreiber entschlossen, sein Kupfernetz gegen Glasfaser auszutauschen. Dennoch ging in der Pandemie nicht alles glatt.
Der Festnetzbetreiber Jersey Telecom auf den Kanalinseln zwischen England und Frankreich ist mit seinem Glasfasernetz bisher gut durch die Coronapandemie gekommen. Das sagte Daragh McDemott, Managing Director bei Jersey Telecom, am 15. Oktober 2020 während des virtuellen Broadband World Forums (BBWF 2020). "Bisher lief es erstaunlich gut", erklärte McDemott bescheiden.
Das Telekommunikationsunternehmen habe vor zehn Jahren mit dem Projekt Gigabit Jersey die Entscheidung getroffen, von Kupfer auf Glasfaser zu wechseln, und den Backbone entsprechend ausgebaut. McDemott erklärte: "Das umzusetzen hat einige Jahre gedauert, Blut, Schweiß und Tränen gekostet und Kunden Netzwerkunterbrechungen gebracht. Aber jetzt können wir jedem Haushalt 1 GBit/s anbieten."
Pandemie: Zero Tolerance für Störungen bei den Kunden
Die Pandemie habe alles verändert und auf den Kopf gestellt. Die Leute wollten im Homeoffice, dass "alles immer läuft". Ein typisches Problem sei gewesen, dass die Ausleuchtung des Wi-Fi nicht alle Ecken des Hauses erreichte. "Jede Netzwerkstörung, auch wenn sie noch so kurz war, wurde nicht hingenommen. Der Kundendienst musste verstärkt werden, besonders in den sozialen Medien. Viele Menschen haben von der Technik keine Ahnung und es war schwieriger, Techniker auszusenden, aber alle notwendigen Arbeiten wurden erledigt", sagte McDemott. Online-Hilfeseiten seien bei den Kunden viel stärker nachgefragt worden. Hier habe die Nutzung sich vervierfacht.
Jersey Telecom versorgt die gesamten Kanalinseln. Dort leben rund 166.000 Menschen. Die Branchenvereinigung Fiber To The Home Council zeichnete den Ausbau von Jersey im Jahr 2013 mit dem Operator Award an Jersey Telecom aus.
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Und was ohne Verstärker auskommt, die für mehrere Anschlüsse einer Straße dann auch kWh...