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BBWF: Fixed Wireless Access mit 5G konkurrenzfähig zu Glasfaser

Ein langjähriger Anbieter der Funkversorgung auf der letzten Meile sieht sich mit 5G stärker werden. Doch es fehlen ihm intelligente Kundenendgeräte.
/ Achim Sawall
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Teilnehmer des BBWF-Panels zu FWA; links oben Kimmo Pentikäinen von Elisa, links unten Mike Stacey von Imagine (Bild: BBWF 2020/Screenshoot Golem.de)
Teilnehmer des BBWF-Panels zu FWA; links oben Kimmo Pentikäinen von Elisa, links unten Mike Stacey von Imagine Bild: BBWF 2020/Screenshoot Golem.de

Funkversorgung auf der letzten Meile, Fixed Wireless Access (FWA), soll "mit 5G-Netzen konkurrenzfähig zu Glasfaserangeboten" werden. Das sagte Mike Stacey, Chief Technology & Innovation Officer bei der Imagine Communications Group, am 14. Oktober 2020 während des virtuellen Broadband World Forums (BBWF 2020)(öffnet im neuen Fenster). "Bislang erreichen Kunden 150 MBit/s mit unserem Service, mit 5G werden wir mehrere Hundert MBit/s bieten können", erklärte Stacey.

Mehrere Hundert MBit/s sind natürlich eine viel niedrigere Datenrate, als Glasfasernetze mit 1 Gigabit pro Sekunde und mehr bieten können. "Super User und Firmenkunden sprechen wir nicht an", räumte Stacey ein.

Imagine Communications bietet in ländlichen Regionen Irlands seit Langem Fixed Wireless Access (FWA) an. Ziel ist es, eine Million Haushalte zu versorgen(öffnet im neuen Fenster). Imagine ist als Wimax-Betreiber gestartet und als Provider im Netz des irischen Festnetz- und Mobilkonzerns Eircom aktiv. Das Unternehmen ist in Irland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Norwegen und den Vereinigten Staaten tätig.

Imagine Communications: Dringend intelligente CPEs

Für FWA setzt Imagine Communications nur Outdoor CPE (Customer Premises Equipment) ein. "Die kosten mehr, das zahlt sich aber aus. Es gibt leider nur 20 Anbieter für 5G-CPE und davon sind nur zwei Chipsatzhersteller", sagte Stacey. Um die Datenrate ständig an die Spitze der Kurve halten zu können, brauche man mehr intelligente CPEs.

Kimmo Pentikäinen, Vice President Business Development bei dem finnischen Festnetz- und Mobilfunkbetreiber Elisa, bietet seinen FWA-Kunden dagegen eine höhere Datenrate von bis zu 1 GBit/s. "Das hängt von der Region ab. Wir sind ein großes Land, das relativ dünn besiedelt ist, was den Glasfaserausbau nicht einfach macht." Bei Kunden sei Cloud Gaming gerade ein wichtiger Trend, bei dem man nach Verlassen des Hauses auch im Bus weiterspielen könne. Mit 5G werde sich hier auch die Latenz senken lassen, erklärte Pentikäinen. Cloud Gaming sei derzeit die wichtigste 5G-Anwendung bei dem führenden Netzbetreiber Finnlands.


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