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BBWF 2020: Im Homeoffice sind bis zu 8 Geräte pro Haushalt im WLAN

Die Anforderungen an die Netze wachsen in der Pandemie. Vodafone und Telefónica sehen das gelassen, weil die Netze halten.
/ Achim Sawall
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Enrique Blanco (rechts) von Telefónica spricht auf dem virtuellen BBWF. (Bild: BBWF)
Enrique Blanco (rechts) von Telefónica spricht auf dem virtuellen BBWF. Bild: BBWF

Pro Haushalt werden derzeit in der Coronapandemie in Europa etwa fünf bis acht Geräte im Internet eingesetzt. Das sagte Nadia Benabdallah, Group Network Director bei der Vodafone Group, am 13. Oktober 2020 während der virtuellen Konferenz Broadband World Forum (BBWF 2020)(öffnet im neuen Fenster) . "Es gibt Haushalte mit bis zu 16 Geräten, das ist eine Herausforderung." Am stärksten sei die Datennutzung im Süden Europas angestiegen, besonders in Italien und Spanien. "Wir haben Investitionen in die Netze vorgezogen" , erklärte Benabdallah.

"Ich würde sagen, dass wir während Covid in der EU einen Höchststand von 28 TBit/s erreicht haben. Wir mussten die Kapazität in unseren Netzwerken um 3 TBit/s erhöhen, um dem Anstieg des Datenverkehrs gerecht zu werden."

Im Festnetz und Mobilfunk von Vodafone werde für Millionen Menschen Homeoffice ermöglicht und würden kritische Regierungsfunktionen aufrechterhalten. "In allen Ländern gab es einen starken Zuwachs bei der Nutzung, aber innerhalb der Leistungsfähigkeit des Netzes." Im Mobilfunk habe es bei der Sprachtelefonie nach jahrelangem Rückgang in ganz Europa einen zweistelligen Zuwachs gegeben. Bei der Datennutzung erfolge der Peak am Morgen mit dem Beginn der Arbeit im Homeoffice.

Telefónica: Wer einmal Glasfaser hat, will nicht mehr zurück

Im Netz der Telefónica habe sich seit der Pandemie das Datenvolumen des Streamingdienstes Netflix versechsfacht, sagte Enrique Blanco, Chief Technology & Information Officer im Telefónica-Konzern, auf dem BBWF. "In Spanien stieg das genutzte Datenvolumen um 40 Prozent, die Sprachtelefonie um 35 Prozent" , erklärte er. Das Netzwerk sei dennoch "extrem stabil und performant" .

FTTH sei die richtige Technologie, die diese Anforderungen unterstütze. Aber auch der Backbone müsse das alles umsetzen können, betonte Blanco. "Im Festnetz migriert die Telefónica von Kupfer zu Glasfaser. In Brasilien verbinden wir derzeit jeden Monat 200.000 Haushalte mit FTTH." In Chile sei das sehr ähnlich, sagte Blanco.

Die Kunden fragten gezielt nach Glasfaser und die Zahl der Kundenbeschwerden sinke massiv. "Wenn sie einmal Glasfaser haben, will keiner mehr zurück zu Kupfer." Mit Glasfaser ermögliche man 600 MBit/s in jedem Raum eines Haushalts, was die Kundenzufriedenheit sehr steigere.


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