Bayern: Mobilfunklücken schließen ist laut Telekom extrem teuer
Die Deutsche Telekom will zwei Prozent mehr Bevölkerungsabdeckung beim Mobilfunk in Bayern erreichen. "Das klingt nicht nach viel Steigerung, aber die letzten 10 Prozent zu versorgen, ist genauso teuer wie die ersten 90 Prozent" , sagte(öffnet im neuen Fenster) Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland. Die Telekom habe derzeit eine Flächenabdeckung von über 83 Prozent im Freistaat.
Goldenits betonte: "Bis Ende 2020 sollen es über 88 Prozent sein. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass über 36 Prozent der Fläche in Bayern mit Wald bedeckt sind."
Die Telekom habe in Bayern damit begonnen, 100 Mobilfunklöcher zu schließen. Über den eigenen Ausbau hinaus würden 100 Funklöcher geschlossen, die der Telekom von der Landesregierung angezeigt werden und die dies auch bezahlt .
Telekom: Funklöcher schließen dauert lange
Laut Goldenits steht die Telekom mit allen Gemeinden in Kontakt. "Bei der Hälfte der Gemeinden liegen uns konkrete Standortvorschläge vor. Für 23 Standorte haben wir einen Anmietvertrag abgeschlossen und können jetzt in die Realisierung gehen." Ein Standort, ein Mast bei Lutzingen, wird in den nächsten Wochen bereits in Betrieb gehen. In der Regel braucht die Telekom derzeit 12 bis 24 Monate, um einen Standort zu realisieren. Die Absprache mit den Kommunen dauert "viele Monate" .
"Bei etwa jeder zehnten Gemeinde – und auch das will ich nicht verschweigen – stoßen wir mit unserem Angebot, die Funkversorgung zu verbessern, auf Widerstand. Das mag paradox klingen, aber der Wunsch nach Mobilfunk korrespondiert nicht immer mit der Bereitschaft, einen Standort auf der eigenen Flur bereitzustellen" , sagte Goldenits.
Auch mit Blick auf 5G ist der Ausbau der bestehenden Infrastruktur laut Goldenits wichtig. Die Standorte werden für das Ausrollen von 5G benötigt.
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