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Bayern: DB liefert Konkurrenz Kraftstoff für ersten Wasserstoffzug

Noch in diesem Jahr soll der erste bayerische Wasserstoffzug auf die Schiene. Die DB kooperiert dabei mit einem privaten Anbieter.
/ Sebastian Grüner , dpa
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Ein Dieselzug der BRB in Augsburg (Bild: BRB/Dietmar Denger)
Ein Dieselzug der BRB in Augsburg Bild: BRB/Dietmar Denger

Beim ersten bayerischen Wasserstoffzug wird die Deutsche Bahn (DB) mit dem privaten Konkurrenten Bayerische Regiobahn (BRB) kooperieren. Die Regiobahn will ab dem kommenden Jahr zwei Strecken von Augsburg aus mit einem Siemens-Wasserstoffzug bedienen(öffnet im neuen Fenster) . Kraftstofflieferant für den neuartigen Zug wird die Bahn-Tochter DB Energie werden. Das Unternehmen werde dafür in Augsburg die Wasserstoffinfrastruktur aufbauen, teilte eine DB-Sprecherin mit. Ende 2023 sollen eine Tankstelle und ein mobiler Speicher in Betrieb gehen.

Die BRB will 2024 auf den Strecken von Augsburg nach Füssen im Allgäu und Weilheim in Oberbayern den Wasserstoffzug anstelle eines Dieselzuges einsetzen. Das zum Transdev-Konzern gehörende Unternehmen hat mit der Staatsregierung einen zweieinhalbjährigen Testbetrieb für Bayerns ersten Wasserstoffzug vereinbart. Zunächst soll es Testfahrten geben, ab kommenden Januar ist dann der reguläre Betrieb mit dem neuen Zug geplant.

Schnelle Betankung notwendig

Laut DB ist für den planmäßigen Fahrgastbetrieb eine schnelle Betankung nötig, weil die Verbindungen eng getaktet sind. "DB Energie hat als erstes Unternehmen überhaupt eine mobile Wasserstoff-Tankstelle entwickelt, mit der Wasserstoffzüge so schnell betankt werden können wie Dieseltriebzüge" , sagte DB-Energie-Chef Torsten Schein. Dadurch soll der Wasserstoffzug binnen 15 Minuten aufgetankt und wieder startklar sein.

Wasserstoff gilt als klimafreundlicher Kraftstoff, wenn die zur Produktion nötige Energie beispielsweise von Windkraft- oder Photovoltaikanlagen stammt. Denn die Züge selbst stoßen nur Wasserdampf aus. Die DB will die Versorgung mit solch einem grünen Wasserstoff in Augsburg sicherstellen.

Bundesweit wird derzeit geprüft, ob Wasserstoffzüge als Ersatz für Dieselzüge eingesetzt werden können. In Südhessen sind beispielsweise bereits seit rund einem Monat die neuartigen Züge im Regelbetrieb auf nicht-elektrifizierten Nebenstrecken. Dort will der Rhein-Main-Verkehrsverbund nun mit geplanten 27 Zügen die größte Wasserstoffzug-Flotte der Welt aufbauen .


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