Abo
  • Services:
Anzeige
Das BayLDA hat Mailserver von Unternehmen im Freistaat geprüft und mahnt diejenigen an, die Verschlüsselung noch nicht vollständig umsetzen.
Das BayLDA hat Mailserver von Unternehmen im Freistaat geprüft und mahnt diejenigen an, die Verschlüsselung noch nicht vollständig umsetzen. (Bild: Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht)

Bayern: Datenschutzbeauftragter mahnt mangelnde Verschlüsselung an

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat die E-Mail-Server bayerischer Unternehmen überprüft. Wer keine Verschlüsselung einsetzt, erhält eine schriftliche Aufforderung.

Anzeige

Anfang September hat das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) anlasslos die E-Mail-Server von Unternehmen im Freistaat auf Verschlüsselung überprüft. Wer eine solche nicht einsetzt, erhält eine E-Mail der Datenschutzbehörde. Darin werden die Firmen schriftlich aufgefordert, TLS-Verschlüsselung und Perfect Forward Secrecy umzusetzen. Außerdem suchte die Behörde nach Servern, die die Heartbleed-Lücke noch nicht geschlossen haben.

Insgesamt habe das BayLDA die Mailserver von 2.236 bayerischen Unternehmen automatisiert überprüft, schreibt die Behörde in einer Mitteilung. 772 Unternehmen hätten den gestellten Anforderungen nicht genügt. Bei 44 Unternehmen sei zudem die Heartbleed-Lücke festgestellt worden. Bei Mängeln seien E-Mails an die betroffenen Unternehmen verschickt worden.

BDSG fordert Verschlüsselung

Die überprüften Mailserver habe das BayLDA anhand ihrer MX-Records und DNS-Anfragen ausfindig gemacht. Als Grundlage für die Überprüfung habe die Behörde die Vorgaben des RFC 5321 für SMTP-Server beziehungsweise RFC 3207 für StartTLS verwendet. Die rechtliche Grundlage dafür sei § 38 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), der die Datenschutzbehörden mit der Überwachung des BDSG beauftrage. Nach § 9 des BDSG, insbesondere Satz 2 Nummer 2 bis 4 der Anlage, sind Wirtschaftsunternehmen, Vereine und Verbände sowie Freiberufler dazu verpflichtet, "insbesondere Verschlüsselungsverfahren nach dem Stand der Technik" umzusetzen.

Die Überprüfung sei erfolgt, nachdem Vor-Ort-Kontrollen im Laufe des Jahres ergeben hätten, dass "gerade die sichere Konfiguration von Mail-Servern und der damit einhergehende Schutz personenbezogener Daten bislang oftmals vernachlässigt wurde und deshalb Verbesserungsbedarf besteht." Außerdem verweist das BayLDA auf die aktuelle Entschließung "Gewährleistung der Menschenrechte bei der elektronischen Kommunikation" der 87. Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder vom 27. März 2014.

In der E-Mail ist ein Fragebogen enthalten, mit dem das Unternehmen die Aktualisierung ihrer Mailserver bestätigen muss. Wer diesen nicht wahrheitsgemäß ausfüllt und an die BayLDA zurückschickt, riskiert ein Bußgeld. Ziel sei aber "die sichere Konfiguration der Mailserver und nicht das Verhängen von Bußgeldern", so die Behörde.


eye home zur Startseite
Nullmodem 16. Sep 2014

Die Staatsdatenschützer sind zu Recht besorgt. Natürlich kommen sie selber an alle Mails...

Ach 16. Sep 2014

Selbst wenn es nur Schmalspur ist, vor 3 Jahren machte man sich noch als Terrorist...

Apollo13 15. Sep 2014

...wenn man die Unternehmen verpflichtet, auch PGP- oder S/MIME-verschlüsselte Mails...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. OPERATIONAL SERVICES GMBH & CO. KG, Frankfurt
  2. Universität Passau, Passau
  3. L-Bank Staatsbank für Baden-Württemberg, Karlsruhe
  4. Continental AG, Frankfurt


Anzeige
Top-Angebote
  1. 34,99€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis 77€)
  2. für 44,99€ statt 60,00€
  3. (u. a. Echo Dot für 34,99€ statt 59,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. BMW-Konzept Vision E3 Way

    Das Zweirad hebt ab

  2. Pocket Camp

    Animal Crossing baut auf Smartphones

  3. DFKI

    Forscher proben robotische Planetenerkundung auf der Erde

  4. Microsoft

    Netzteil des Surface Book 2 ist zu schwach

  5. Lösegeld

    Uber verheimlicht Hack von 60 Millionen Kundendaten

  6. Foxconn

    Auszubildende arbeiteten illegal am iPhone X

  7. Meg Whitman

    Chefin von Hewlett Packard Enterprise tritt ab

  8. Fitbit Ionic im Test

    Die (noch) nicht ganz so smarte Sportuhr

  9. Rigiet

    Smartphone-Gimbal soll Kameras für wenig Geld stabilisieren

  10. Tele Columbus

    1 GBit würden "gegenwärtig nur die Nerds buchen"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Erneuerbare Energien: Siemens leitet die neue Steinzeit ein
Erneuerbare Energien
Siemens leitet die neue Steinzeit ein
  1. Siemens und Schunk Akkufahrzeuge werden mit 600 bis 1.000 Kilowatt aufgeladen
  2. Parkplatz-Erkennung Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten

Orbital Sciences: Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
Orbital Sciences
Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
  1. Arkyd-6 Planetary Resources startet bald ein neues Weltraumteleskop
  2. Astronomie Erster interstellarer Komet entdeckt
  3. Nasa und Roskosmos Gemeinsam stolpern sie zum Mond

Ideenzug: Der Nahverkehr soll cool werden
Ideenzug
Der Nahverkehr soll cool werden
  1. 3D-Printing Neues Druckverfahren sorgt für bruchfesteren Stahl
  2. Autonomes Fahren Bahn startet selbstfahrende Buslinie in Bayern
  3. Mobilitätsprojekt Ioki Bahn macht Sammeltaxi zum autonomen On-Demand-Shuttle

  1. Re: mit 5G brauchen wir keine Kabel mehr

    Captain | 12:08

  2. Re: wenig Geld? gibt doch schon welche ab 100¤

    egal | 12:07

  3. Re: Hubwagen

    thinksimple | 12:07

  4. Re: Also ich, Entwickler, Nerd, 23, Single bin...

    Third Life | 12:04

  5. Speilt das ausser kleinen Kindern wer?

    flasherle | 12:04


  1. 12:03

  2. 11:44

  3. 10:48

  4. 10:16

  5. 09:41

  6. 09:20

  7. 09:06

  8. 09:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel