Abo
  • Services:
Anzeige
Kultusministerium: Der Schultrojaner kommt doch nicht
(Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Kultusministerium: Der Schultrojaner kommt doch nicht

Kultusministerium: Der Schultrojaner kommt doch nicht
(Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Nach massiven Kritiken an den Schulen und kritischen Berichten in den Medien haben die Verlage den Schultrojaner aufgegeben. Eine Entwicklung einer datenschutzrechtlichen legalen Software war nicht möglich.

Der Schultrojaner wird doch nicht eingeführt. Das bayerische Kultusministerium gab bekannt: "Eine Scansoftware für Schulen wird nicht kommen. Das ist das Ergebnis der Verhandlungen, die eine bayerische Delegation für die deutschen Länder mit den Schulbuchverlagen geführt hat."

Anzeige

Die deutschen Bundesländer hatten mit den Schulbuchverlagen und Verwertungsgesellschaften einen Vertrag geschlossen, nach dem eine Spähsoftware in Schulnetzwerken nach unerlaubten Kopien suchen kann. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hatte die Vereinbarung zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und den Schulbuchverlagen aus Datenschutzgründen scharf kritisiert.

Das Recht der Urheber und Verlage an ihrem geistigen Eigentum sei ein hohes Gut, das an den Schulen respektiert und geschützt werde, sagte der Chef des bayerischen Kultusministeriums Peter Müller. Es komme aber darauf an, zu Lösungen zu kommen, die der "Bildungs- und Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert" entsprechen. "Unsere Partner in den Verhandlungen haben Augenmaß und einen hohen Grad an Verständigungswillen im Interesse der Schulen bewiesen."

Die Plagiatssoftware zur Überprüfung von Speichersystemen der Schulen werde nicht eingesetzt. Auch Schulbestätigungen und Verpflichtungserklärungen, dass sich keine digitalisierten Unterrichtswerke auf Schulrechnern befinden, würden nicht mehr eingefordert.

Die Schulbuchverlage sollten Möglichkeiten zur digitalen Nutzung von Unterrichtswerken und -materialien anbieten. Noch in diesem Sommer würden Gespräche aufgenommen, um Lösungen zu erarbeiten, betonte Müller.

Entwicklung eines legalen Schultrojaners unmöglich

Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, führte dieses Einlenken auf die vehementen Proteste an den Schulen, die Kritik von Datenschützern und des Bundesjustizministeriums zurück.

"Es ist wohl jedem der Beteiligten bewusst geworden, dass die Entwicklung und der Einsatz einer solchen Software, die den datenschutzrechtlichen Anforderungen genügt, nicht möglich ist", betonte der Verbandschef. "Wichtiger fast noch als die Einräumung von Rechten zu analogen Kopien ist für die Erstellung moderner Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblätter durch Lehrkräfte die digitale Nutzung von Lehrbuchteilen, beispielsweise von Tabellen, Quellentexten und Schaubildern."


eye home zur Startseite
Hu5eL 08. Mai 2012

die Eltern?! Wenn es die Kids schaffen in er 2. Klasse mit Handys, Gameboys etc...

rudluc 07. Mai 2012

KuMi ist bei uns die Kurzbezeichnung für Kultusminister. Also keine Beschimpfung, wegen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen
  2. LEDVANCE GmbH, Garching bei München
  3. ProCom GmbH, Aachen
  4. Oetker Digital GmbH, Berlin


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 28,99€
  2. 44,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 12,99€ + 5,00€ Versand (USK 18)

Folgen Sie uns
       


  1. Matebook X

    Huawei stellt erstes Notebook vor

  2. Smart Home

    Nest bringt Thermostat Ende 2017 nach Deutschland

  3. Biometrie

    Iris-Scanner des Galaxy S8 kann einfach manipuliert werden

  4. Bundesnetzagentur

    Drillisch bekommt eigene Vorwahl zugeteilt

  5. Neuland erforschen

    Deutsches Internet-Institut entsteht in Berlin

  6. Squad

    Valve heuert Entwickler des Kerbal Space Program an

  7. James Gosling

    Java-Erfinder wechselt zu Amazon Web Services

  8. Calliope Mini im Test

    Neuland lernt programmieren

  9. Fernwartung

    Microsoft kämpft weiter gegen Support-Betrüger

  10. Streit beendet

    Nokia und Apple tauschen Patentstreit gegen Zusammenarbeit



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Asus B9440 im Test: Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
Asus B9440 im Test
Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
  1. ROG-Event in Berlin Asus zeigt gekrümmtes 165-Hz-Quantum-Dot-Display und mehr

Quantencomputer: Was sind diese Qubits?
Quantencomputer
Was sind diese Qubits?
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter
  3. Quantencomputer Bosonen statt Qubits

HTC U11 im Hands on: HTCs neues Smartphone will gedrückt werden
HTC U11 im Hands on
HTCs neues Smartphone will gedrückt werden
  1. HTC Vive Virtual Reality im Monatsabo
  2. Sense Companion HTCs digitaler Assistent ist verfügbar
  3. HTC U Ultra im Test Neues Gehäuse, kleines Display, bekannte Kamera

  1. Re: Frequenzvermüllung

    Sicaine | 14:41

  2. Re: Kapier ich nicht.

    Karsten Meyer | 14:40

  3. Re: Ich würde gerne wissen....

    elf | 14:40

  4. Re: Spiele verschieben ist wohl die neue Masche...

    Peperoni | 14:39

  5. Re: Schade ...

    Muhaha | 14:38


  1. 14:30

  2. 14:20

  3. 13:36

  4. 13:20

  5. 12:58

  6. 12:47

  7. 12:30

  8. 12:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel