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Bayerischer Rundfunk: Fernsehsender wollen über 5G ausstrahlen

Millionen 5G-Smartphones sollen Rundfunkempfänger werden. Nahtlose Übergänge von Live- zu Abrufangeboten würden so möglich.

Artikel veröffentlicht am ,
5G Test
5G Test (Bild: Huawei)

Öffentlich-rechtliche Fernsehsender wollen den kommenden 5G-Mobilfunk für die Verbreitung ihrer Inhalte nutzen. Die 5G Media Initiative werde das Potential des zukünftigen Netzstandards für die Medienbranche mit Forschung und Entwicklung fördern, erklärt das Institut für Rundfunktechnik (IRT). Zu den weiteren Partnern gehören der Bayerische Rundfunk (BR), der Südwestrundfunk, Nokia, der Hersteller von Antennen- und Satellitentechnik Kathrein Werke, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) und das Münchner Start-up Cadami.

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Das IRT ist eine gemeinsame Einrichtung von 14 öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstaltern aus Deutschland. Jochen Mezger, Geschäftsfeldleiter Netztechnologien beim IRT, sagte: "Mit der Einführung von 5G könnte ein Markt mit Millionen von Smartphones und Tablet-PCs als potentielle Rundfunkempfänger entstehen, welche Live-TV-Dienste, Mediatheken, soziale Netzwerke und viele weitere Dienste attraktiv kombinieren können." 5G werde auch neue Medienformate ermöglichen, wie zum Beispiel Object-based Broadcasting. Dies erlaube, audiovisuelle Objekte inhaltlich und technisch für stationäre und mobile Nutzung und für neue Formate, wie 360 Grad, Augmented und Virtual Reality sowie für barrierefreie Dienste empfangsseitig anzupassen.

Erste Versuche erfolgreich verlaufen

Nach den Worten von Helwin Lesch, Leiter HA Verbreitung und Controlling beim BR, werde "5G als Netz der Zukunft für die Produktion und Distribution von Rundfunk eine tragende Rolle spielen und zudem vollkommen neue Möglichkeiten der Radio- und Fernsehnutzung eröffnen."

Leistungsfähige 5G-Endgeräte würden künftig einen verbesserten hybriden Medienzugang mit nahtlosem Übergang von Live- zu Abrufangeboten sowie zu neuen Diensten erlauben.

"Medieninhalte werden immer mehr auf mobilen Endgeräten konsumiert, während umgekehrt Smartphone und Mobilfunk zunehmend in der Produktion und Übertragung von Inhalten zum Funkhaus genutzt werden können und in manchen Fällen den Ü-Wagen ersetzen", erläutert Wilhelm Dresselhaus, Deutschland-Chef von Nokia.

"Jetzt ist noch die Zeit, auf die 5G-Standardisierung Einfluss zu nehmen", sagte Georg Fischer, Professor für Technische Elektronik an der FAU.

Erste technische Ansätze zur Integration von Rundfunk in LTE/5G wurden im bayerischen Forschungsprojekt IMB5 von 2014 bis 2016 erfolgreich untersucht und in Versuchsnetzen in München und Erlangen demonstriert.

Der neue Mobilfunkstandard 5G kommt bis zum Jahr 2020 und soll 10 GBit/s, bei einigen Anwendungen sogar 20 GBit/s, eine sehr niedrige Latenzzeit von weniger als 1 Millisekunde und hohe Verfügbarkeit ermöglichen. Weltweit sollen 100 Milliarden mobilfunkfähige Geräte gleichzeitig ansprechbar werden.



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neocron 26. Mai 2017

1. bezweifle ich das stark! 2. selbst wenn, hoffe ich sehr, dass du dort tatsaechlich...

Gormenghast 24. Mai 2017

Bis 5G dauert es schon noch etwas länger und in diesem Zuge sollten wir auch die bereits...

Gormenghast 24. Mai 2017

Neben einigen "Events", die man - auch wenn man unterwegs ist - ungerne verpassen...

plutoniumsulfat 24. Mai 2017

Gerade Mobilfunk kann seit LTE multicast.

saust 23. Mai 2017

Gedanken machen sich da sicher der ein oder andere, aber man kann doch viel mehr Geld...


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